Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weitere Beiträge über die Wirkung des Cholins (Cholinchlorhydrat) auf den Blutdruck
Person:
Abderhalden, Emil Franz Müller
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19338/4/
2:>f> 
Emil Abderhalden und Franz Müller. 
Merckschen Präparates identisch ist) reden, wenn es nicht Tat¬ 
sache wäre, daß inan aus dem käuflichen Cholin reines Cholin 
erhalten kann, das den Blutdruck nur erhöht.» 
Popielski bezieht die von uns beobachtete Doppelwirkung 
auf das Vorhandensein zweier vollständig verschiedener Körper 
in unserem Cholin und verteidigt damit von neuem die Ansicht, 
die in der in seinem Institut gemachten Arbeit von Modra- 
kowski1) niedergelegt ist. Kr fährt dann lort (S. 927): "Bei 
der Wiederholung unserer Versuche hätten E. Abderhalden 
und Fr. Müller für die gleiche Heinheil des Präparates wie 
andere Forscher sorgen sollen,» und schließt ifc>. 927): Die 
Nichteinhaltung dieser Prinzipien ergibt unreines Cholin, was 
auch K. Abderhalden und Fr. Müller mit ihrer Arbeit fest¬ 
stellten.» 
Zu diesen Angaben ist zunächst zu bemerken: 
Wir hätten wohl erwarten dürfen, daß Popielski bei 
seiner Kritik unserer sich auf ein recht ausgedehntes Unter¬ 
suchungsmaterial stützender Versuche nicht bloß ein gekürztes 
Heferat, sondern die Originalarbeiten berücksichtigt. Er hätte 
sich dann überzeugt, daß durch Cholin die Erweiterung der 
Blutgefäße nicht bloß im Stadium der Verlangsamung der Herz¬ 
schläge beim intakten Tier, sondern auch bei künstlicher Durch¬ 
blutung, also ohne Beeinflussung des Herzens hervorgerufen 
wird. Eint; derartige Feststellung kann man nicht als "in¬ 
direkten Beweis einer Gefäßerweiterung ansehen. Eine Wider¬ 
legung unserer Befunde hätte demnach nur durch in gleich 
exakter Weise ausgeführte Versuche herbeigeführt werden 
können. Ferner haben wir eine Blutdrucksteigerung nicht in 
Versuchen an 3 Tieren, sondern, wie auch im Referat gesagt, 

    

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.