Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die Plasteinbildung
Person:
Henriques, V. I. K. Gjaldbäk
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19261/3/
Untersuchungen über die Plasteinbildung. i-87 
baren Stoffe Bedeutung für die Plasteinbildung haben: später 
gibt Lavvrow an, daß die Plasteinbildung außer in Albumosen- 
lösungen auch in Lösungen von polypeptidartigen Stoffen 
vorkommt. 
H. Bayer1) hat vom Witte-Pepton einen Stoff darge¬ 
stellt und zwar durch Fällen einer 10 °/oigen Lösung von 
Witte-Pepton mit gleichem Volumen 96°/oigen Alkohols, 
danach Fällen des Filtrates mit Aceton und nach Eindampfen 
des Filtrates weiteres Fällen mit 80°/oigem Alkohol. Der auf 
diese Weise dargestellte Stoff gibt reichliche Plasteinbildung. 
Kurajeff erwähnt den Unterschied zwischen der Pa¬ 
payotin-und der Chymosinwirkung, indem das Papayotin großes 
Fällen in sekundären Albumosen erzeugt und nur geringes 
Fällen in den primären Albumosen, während für das Chymosin 
das Entgegengesetzte der Fall ist. 
Aus dem hier Angeführten ist zu ersehen, (faß sich die 
verschiedenen Verfasser nicht ganz darin einigen, welche Stoffe 
für die Plasteinbildung notwendig sind. 
Das gebildete ^Plastein ist unlöslich in Wasser, aber 
löslich in Säuren und Alkalien; es gibt mit Ausnahme des 
-erwähnten Plasteins Bayer nach Waschen mit Wasser, die 
verschiedenen Reaktionen der Proteinstoffe. 
Die elementare Zusammensetzung des Plasteins zeigt 
einen Kohlenstotfinhalt von 57—60°/o und einen Stickstoff¬ 
inhalt von 13—14,6 °/o. Die elementare Zusammensetzung des 
Plasteins scheint dieselbe zu sein, auch wenn es aus ver¬ 
schiedenen Proteinstoffen dargestellt ist. 
L. Rosenfeld2) hat die hydrolytischen Spaltungsprodukte 
des Caseinplasteins untersucht und Arginin-, Histidin-, Lysin-. 
Tyrosin-, Leucin-, Glutaminsäure, Phenylalanin und Pyrrolidin¬ 
carbonsäure nachgewiesen. 
W. Sawjalow hat auf verschiedene Weise zu zeigen ver¬ 
sucht, daß die Plasteinfällung als eine Synthese aufzufassen ist. 
Bei Bestimmung der Molekülzahl des Plasteins nach dessen 
Säurekapazität, indem das Plastein als eine Säure aufzufassen 
l) H. Bayer. Hofmeisters Beiträge. Bd. IV. 
*) L. Rosenfeld. Hofmeisters Beiträge. Bd. IX.
        

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