Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Phykoerythrin und Phykocyan bei Ceramium rubrum (Huds.) Ag
Person:
Kylin, Harald
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19103/30/
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Harald Kylin, 
Tagen so gut wie ganz entfärbt. Natronlauge wirkt in der¬ 
selben Richtung, aber stärker. Rei Zusatz von Ammoniak oder 
besser bei Zusatz von Natronlauge wird die Lösung nach dem 
Verschwinden der roten Farbe schwach blauviolett — blau — 
blaugrün, dann grün und schließlich schwach gelbgrün. Nach 
und nach verschwindet indessen auch die schwach gelbgrüne 
Farbe. (Vgl. das Kapitel über die Einwirkung von Säuren und 
Alkalien, S 20L) 
Rei Zusatz einer Säure zu einer Phykoerythrinlösung wird 
die Farbe rotviolett, oder ein rotvioletter Niederschlag entsteht, 
ln jedem Falle entsteht bei Sonnenbeleuchtung nach und nach 
eine Entfärbung, ohne daß die rotviolelte Farbe selbst sich 
ändert, nur matter wird sie. Die Entfärbung bei Säurezusatz 
geschieht ebenso langsam oder sogar langsamer, als in so weit 
wie möglich neutralen Lösungen. 
Krystalle entfärben sich nach einigen Tagen Sonnen¬ 
beleuchtung, wenn sie in einer Salzlösung aufbewahrt liegen. 
Die Entfärbung erfolgt olfenbar schneller als in einer möglichst 
neutralen Lösung. (Vgl. Fällung und Entfärbung bei Zusatz 
von Toluol oder Chloroform.) Werden die Krystalle in trockenem 
Zustand aufbewahrt, erfolgt nur eine sehr langsame Entfärbung. 
Eine Lösung mit Zusatz von recht viel Natriumcarbonat 
in Substanz hatte über einen Monat ohne Veränderung in 
diffusem Tageslicht gestanden. Später wurde sie starkem Sonnen¬ 
licht ausgesetzt und nach nur etwa einem Tag begann die 
Fluorescenz einen Stich ins Braune aufzuweisen. Nach einigen 
weiteren Tagen war die Fluorescenz ganz verschwunden. Die 
Farbe der Lösung war braunrot geworden und war bald voll¬ 
ständig verschwunden. 
e) Einwirkung von Wärme. 
Nach Rosano ff (1867, S. 206) verliert eine Phykoerythrin- 
lösung bei 35—45° ihre Fluorescenz und nimmt hierauf eine 
bläuliche Farbe an, die indessen bei etwa 60° vollständig ver¬ 
schwindet. Schütt (1888, S. 309) bestätigt Rosanoffs An¬ 
gabe bezüglich der Zerstörung des Farbstoffes durch Hitze. 
Nach Molisch (1894, S. 185) behält ein*e Phykoerythrin-
        

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