Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Stoffwechseluntersuchungen am überlebenden Warmblüterherzen. I. Mitteilung: Zur Physiologie des Herzstoffwechsels
Person:
Rohde, Erwin
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit19036/19/
Stolïwechseluntersuchungen am überlebenden Warmblüterherzen. I. 199 
Temperatur (Toluolregulator) zieht; es wird dadurch eine gleich¬ 
mäßige Erwärmung der Nährlösung auf 37° garantiert. 
Unterhalb des Wasserbassins tritt die Röhre in den Luft¬ 
kasten des alten Langendorlfschen Apparates ein.1) Die 
Temperatur seines Wassers beträgt genau 38° (Toluolregulator). 
In dem Luftkasten befindet sich das Herz, eingeschlossen in 
eine weite Glasröhre von 5 cm Durchmesser und 10 cm Länge 
wie im Lockeschen Apparat. Diese Glasröhre ist oben von 
einem dreifach durchbohrten Gummistopfen luftdicht geschlossen 
und verjüngt sich unten zu einer Röhre von 1 cm Durchmesser. 
Die von oben her in den Luftkasten eintretende Glas¬ 
röhre passiert, bevor sie an das Herz herankommt, noch einen 
Schaumfänger; dieser ist nötig, weil die auf ca. 15° C. abge- 
kiihlte Nährlösung bei der Erwärmung auf 370 in der oben 
genannten Wärmeschlange eine beträchtliche Menge Sauerstoff 
in Blasenform wieder abgibt. Er besteht aus einer kugelför¬ 
migen Erweiterung der Röhre, deren Form aus der Abbildung 
ersichtlich ist. Nach unten geht die Röhre direkt zur Herz¬ 
kanüle, weiter, seitwärts eine andere in den Behälter des Herzens, 
die dem Ablassen des Schaumes dient. 
An den Schaumfänger nach unten ist also die Herz¬ 
kanüle angeschlossen, die seitwärts ein Thermometer trügt. 
Sie geht durch die mittlere Bohrung des Gummistopfens und 
wird in die Aorta des Herzens eingeführt. Durch das dritte 
Loch des Gummistopfens führt die Rohre der Herzsonde des 
(»Len beschriebenen Leistungsmessers. 
Die Röhre, in der das Herz hängt, tritt in ihrem ver¬ 
jüngten Teil aus dem Luftkasten heraus; sie geht direkt über 
in einen Wasserkühler mit 12 Windungen. Die Röhre hat, 
bevor sie in den Kühler eintritt, eine kleine kugelige Auftreibung 
und seitwärts einen Röhrenansatz (c). Die Zahl der Windungen 
«les Kühlers ist so groß gewählt, um eine starke Abkühlung 
«1er vom Herzen abtropfenden Flüssigkeit auf 12—15° zu er¬ 
möglichen. 
Die untere Röhre des Kühlers steckt in dem dreifach 
duMibohrten Gummistopfen eines Meßzylinders (M). der die 
') Gottlieb u. Magnus, 1. c.
        

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