Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über quantitative Bestimmung der im Proteine oder in dessen Abbauprodukten vorhandenen Peptidbindungen
Person:
Henriques, V. J. K. Gjaldbäk
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18977/3/
10 
V. Henriques und J. K. Gjaldbäk, 
Wasser in einen 100 ccm-Meßkolben. Die Flüssigkeit ist ge¬ 
wöhnlich stark braunfarbig; man entfärbt durch Fällung mit 
AgNOa ^ a)1) und verdünnt bis zur Marke (+0,2 ccm für das 
gefällte Silberchlorid). Von dem jetzt nur schwach gelblichen 
Filtrate führt man 50 ccm in einen 100 ccm-Kolben über, man 
neutralisiert die Flüssigkeit genau mit Lackmuspapier und ver¬ 
dünnt bis zur Marke. Von dem Inhalt des Kolbens nimmt 
man 40 ccm (= 5 ccm der ursprünglichen Lösung) zur Formol- 
titrierung und 40 ccm zur Ammoniakbestimmung. Hierdurch 
fanden wir 36,80 mg formoltitrierbaren Stickstoff und 4,05 mg 
Ammoniakstickstoff. 
Von der ursprünglichen Witte-Peptonlösung nahmen wir 
ferner 3, je 25 ccm große Proben; wir setzten 25 ccm kon¬ 
zentrierte Salzsäure zu jeder Probé und kochten darauf die 
Mischungen über freier Flamme 1 bezw. 3 und 12 Stunden 
lang mit Rückflußkühler. Nach beendigtem Kochen entfernten 
wir die Salzsäure durch Eindampfen auf dem Wasserbade, und 
darauf ist das Verfahren ganz das oben beschriebene. Das Re¬ 
sultat des Versuches war nun folgendes: 
Witte-Peptonlösung. Totaler N in 5 ccm = 57,25 mg. 
Formoltitrierter N 
mg 
Ammoniak-N 
mg 
Aminosäure-N 
mg 
Sogleich bestimmt . . . 
13,44 . 
0.80 
12,64 
Zweimal mit HCl auf dem 
Wasserbade eingedampft 
30.80 
4,05 
32,75 
1 Stunde mit HCl gekocht 
41,72 
3.95 
37,77 
3 Stunden » » » 
. 43,68 
3,95 
39,73 
12 » » » » 
44,94 
4,40 
40,54 
Aus den gefundenen Zahlen ist zu ersehen, daß das 
Witte-Pepton durch zweimaliges Eindampfen auf dem Wasser¬ 
bade mit konzentrierter HCl nicht vollständig abgebaut wird, in¬ 
dem nämlich die Formoltitrierung im Verein mit der Ammoniakbe- 
stimmung einen Aminosäurestickstoffgehalt von 32,75 mg ergab, 
während 12stiindiges Kochen mit ca. 20°/oiger HCl die Menge 
des Aminosäurestickstoffes bis auf 40,54 mg brachte. Ferner 
•i biche S. P. L. Sörensen und H. Jéssen-Hansen, 1. c.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.