Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Oxydationen in lebenden Zellen nach Versuchen am Seeigelei
Person:
Warburg, Otto
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18973/30/
Otto Warburg, 
m 
Lösung III: 1000 ccm Salzlösung -f- 12 ccm n 10-NaOH 
f- 0,3 g NaCl. 
Strongylocentrotus befruchtet ll05. In 2 gleiche Teile ge¬ 
teilt und zunächst sehr gründlich durch Waschen mit neutraler 
Salzlösung vom Seewasser befreit. Dann in Lösung II und III 
verteilt 1210. Zu Beginn des Atmungsversuchs Hantelstadium. 
Versuch 1230—l05. Sauerstoffverbrauch in II 3,9, in III 8,1 ccm 
Hydrosulfit. Die Eier aus Lösung II, die sich normal gefurcht 
hatten, wurden nun gründlich mit Lösung I gewaschen, bis die 
Reaktion des Waschwassers sich nicht änderte. Atmungs¬ 
versuch in I 2M—330. Sauerstoffverbrauch 1,4 ccm Hydrosulfit. 
8. Strongylocentrotus befruchtet 950. Lösung I: 1000 ccm 
Seewasser + 40 ccm n/io-NH3; ist gegen Phenolphthalein rot, 
aber bedeutend heller als die alkalische Salzlösung. Eier in 
2 gleiche Teile geteilt. Atmungsversuch 1100—1200. Verbrauch 
in Seewasser 10,1 Thiosulfat, in Lösung I 11,0 ccm pro 225 ccm. 
9. Strongylocentrotus befruchtet 1200. 123:» in Seewasser, 
dem pro Liter 1 ccm 1110-n-NaCN-Lösung (frisch bereitet) zu¬ 
gesetzt war. Einmal damit gewaschen. Dann in 2 gleiche 
Teile. Verteilt l00 in Lösung I und II. 
Lösung 1: 1000 ccm (nicht ausgekochtes) destilliertes 
Wasser, 35 g NaCl, 1 ccm »Vio-NaCN. 
Lösung II : 1000 ccm destilliertes Wasser, 35 g NaCl + 
22 ccm ®/io-n-KCI-|-20 ccm 6/io-n-CaCl8 -f~ 1 ccm n'm-NaCN. 
Beide Lösungen reagieren gegen Neutralrot gelb, gegen 
Phenolphthalein Spur rosa; kommt von Dissoziation des Cyanids. 
Cut gewaschen mit den Lösungen. Versuch l40—230. Ver¬ 
brauch in I pro 219 ccm 3,9 ccm Hydrosulfit, in II 0,8 ccm 
Hydrosulfit. Nach der Atmung waren beide ungefurcht. 
9 a. Für Cyanidversuche mit der reinen Kochsalzlösung 
ist es nötig, die Eier vorher mit cyanidhaltigem See¬ 
wasser zu waschen; denn die Wirkung der NaCl-Lösung 
setzt oft sofort ein und offenbar schneller, als die Blausäure 
in die Zellen eindringt. 
Durch Vorversuche muß man sich ein Material verschaffen, 
das möglichst empfindlich gegen NaCl ist; ferner die Versuche 
immer erst zirka eine Stunde nach der Befruchtung beginnen.
        

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