Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Ein neues Gitterspektroskop und ein Gitterspektrograph mit variabler Dispersion zu Untersuchungen üb Absorptionsspektra. (Eigene Konstruktion des Verfassers). II. Über die Messung und Bestimmung der Absorptionsspektra
Person:
Schumm, O.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18972/8/
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0. Schümm, 
Das unterste Spektrum zeigt die beiden bekannten Oxyhämo¬ 
globinstreifen wegen der starken Verdünnung nur eben an¬ 
gedeutet, den Violettstreifen (rechts durch Linie 389 abgegrenzt) 
äußerst intensiv und scharf.1) 
Für die Wahl des zu benutzenden Gitters ist vor allem 
die Beschaffenheit des vorliegenden Objekts maßgebend. Zeigt 
die betreffende Flüssigkeit scharfe Absorptionsstreifen, so lassen 
sie sich auch mit dem Gitter III gut wiedergeben. Zum Photo¬ 
graphieren schwacher, verwaschener Absorptionsstreifen benutze 
ich das Gitter II oder Gitter I. — Spektrogramme, die richtig 
zu sein scheinen, erzielt man wohl am leichtesten mit dem 
Gitter III. Bei der Benutzung des Gitters I treten leichter die so¬ 
genannten Plattenminima auf.2) Im allgemeinen ist dem Gitter II 
der Vorzug zu geben, wenn es sich darum handelt, schwache 
und verwaschene Absorptionsstreifen zu photographieren. 
Verwendbarkeit der beschriebenen Apparatur. 
Das Spektroskop (s. Fig. A) eignet sich zu exakten Unter¬ 
suchungen über die Absorptionserscheinungen, besonders zur 
genauen Bestimmung des Dunkelheitsmaximums der Absorptions¬ 
streifen, zur gleichzeitigen Beobachtung zweier Spektra unter 
richtigen optischen Verhältnissen und somit zur Feststellung ge¬ 
ringer Unterschiede zwischen zwei einander ähnlichen Spektren.3) 
Es eignet sich durchweg besser als Prismenapparate zur Be¬ 
obachtung und Ausmessung von Absorptionsstreifen im Blau 
9 Ich bemerke, daß die reproduzierten Spektrogramme nur den 
Zweck haben, die Verwendbarkeit des Apparates zu illustrieren, und 
nicht etwa als Material für genaue Messungen dienen sollen, da die 
meisten Absorptionsstreifen auf ihnen zu intensiv sind, als daß sie sich 
genau genug ausmessen ließen. Für genaue Ortsbestimmungen der 
Streifen nach dem Spektrogramm gilt in dieser Beziehung das gleiche 
wie bei der spektroskopischen Ortsbestimmung mit dem Fadenkreuz. 
2) In einem anderen Gitterspektrographen, dessen Kamera mit einem 
Teleobjektiv ausgestattet ist, habe ich mit dem Gitter I Spektrogramme 
hergestellt, die etwa die gleiche Größe haben wie die im neuen Apparate 
mit Gitter II her gestellten. Da man im neuen Apparate mit einfacheren 
Mitteln (Gitter II und einfaches Objektiv von 20—30 cm Brennweite) 
dasselbe erzielen kann, ist letztere Kombination vorzuziehen. 
3) Der Apparat läßt sich auch als Spektrophotometer verwenden.
        

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