Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis der peptolytischen Fermente verschiedener Krebse und anderer Tumorarten. III. Mitteilung
Person:
Abderhalden, Emil Florentin Medigreceanu
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18969/2/
266 Emil Abderhalden und Florentin Medigreceanu, 
erörtert. Wir wählten zunächst Seidenpepton. Wir werden 
diese Versuche mit komplizierteren Polypeptiden wiederholen. 
Leider verfügen wir zurzeit noch nicht über Methoden, 
die uns gestatten, die Fermente als solche zu isolieren. Immer 
handelt es sich nur um eine Gewinnung von fermenthaltigen 
Produkten. Stets besteht die Gefahr, die Fermente bei ihrer 
Isolierung zu schädigen, andernteils ist es oft schwierig, die 
richtigen Bedingungen für das Optimum ihrer Wirkung zu 
treffen. Solange wir die Fermente ihrer Natur nach nicht 
kennen, werden wir quantitative Versuche über Ferment¬ 
wirkung stets mit einer gewissen Reserve aufzunehmen haben. 
Wir müssen uns zurzeit bei vergleichenden Versuchen darauf 
beschränken, die Fermente aus Geweben unter möglichst 
gleichartigen Bedingungen zu isolieren. Wir wählten Preß- 
säfte von blutfreien Geweben und zwar verwendeten wir stets 
möglichst gleiche Mengen von Quarzsand und Kieselgur be¬ 
rechnet auf die Gewichtsmenge Organ. Um einen Anhalts¬ 
punkt für eine Vergleichung auf gleicher Basis zu haben, haben 
wir zu unseren Versuchen die Menge der zu den Spaltungs¬ 
versuchen verwendeten Preßsäfte auf ihren Stickstoffgehalt 
bezogen, d. h. wir verwendeten stets gleichviel Stickstoff ent¬ 
haltende Fermentlösungen zu den vergleichenden Versuchen. 
Wir wissen, daß im Preßrückstand stets Fermente Zurück¬ 
bleiben, und daß dadurch Fehler bei quantitativen Versuchen 
möglich sind. Durch die Beziehung auf den Stickstoffgehalt 
suchten wir, uns vor dieser Fehlerquelle zu schützen. Wir 
wollen gleich betonen, daß wir nur dann ein Urteil über Unter¬ 
schiede in der Wirksamkeit von Fermentlösungen zu fällen 
wagten, wenn diese sich immer und immer wieder in gleichem 
Sinne wiederholten. 
All die gemachten Einwände kommen bei den qualitativen 
Versuchen nicht in Betracht. Durch sehr viele Versuche haben 
wir festgestellt, daß die Konzentration der Fermentlösung keinen 
Einfluß auf die Art des Abbaus von Peptonen und Polypep¬ 
tiden hat. 
Im folgenden sind die untersuchten Tumorarten be¬ 
schrieben :
        

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