Bauhaus-Universität Weimar

Beiträge ziu Kenntnis des Blutfarbstoffs. 231 
dasselbe Verhältnis, wie in den auf Seite 170 beschriebenen 
analog hergestellten Präparaten. 
Versuch 3. Da bei den Versuchen t und 2 mit verhältnis¬ 
mäßig großen Häminmengen operiert worden war, wodurch sich 
ein längeres Verweilen des Farbstoffs in alkalischer Lösung 
ergab, was die Rückverwandlung des Hämatins in Hämin mög¬ 
licherweise erschwert hatte, wurden in einer neuen Versuchs¬ 
reihe nur 2 g Acethämin in der beschriebenen Weise behandelt. 
Auch wurde hier zum Auflösen des Hämatinschlammes eine 
größere Menge von Chloroform, etwa 150 ccm, verwendet, was 
eine schnellere Abscheidung des Wassers zur Folge hatte. 
Das Gewicht der Abscheidung aus 2 Versuchen betrug 
hier 1,7 g, nach dem Verdampfen des Chloroforms hatte sich 
noch 1 g abgesetzt, nach Abdestillation des Eisessigs fielen 
beim Einträgen in l°/oige Salzsäure noch 1,2 g aus, so daß 
fast der gesamte Farbstoff wiedergewonnen wurde. 
Das zuerst erhaltene Präparat (2,7 g) erschien nicht deut¬ 
lich krystallisiert, gab aber, ohne noch einmal umgeschieden 
zu werden, bei der Analyse Werte, die mit den für Hämin 
berechneten nahezu übereinstimmen. 
0.1K63 g Substanz (105°): 0,4197 g CO, und 0,0813 g H,0 
= 62,05 °/ü C und 4,85 °/o H. 
0.1379 g Substanz (Yak.): 10,13 ccm N bei 13,4° und 746,5 mm B 
= 8,4°/o N. 
0,2075 g Substanz (100®): 0,047 g AgCl und 0,0258 g Fe,Oa 
= 5,6 V CI und 8,7% Fe. 
0,2073 g Substanz (Vak. u. 105®): 0,0433 g AgCl = 5,17°/o CI. 
Versuch 4. Endlich wurde noch ein weiterer Versuch 
unter Verwendung von Ammoniak anstelle der Natronlauge 
gemacht, da es nicht unmöglich war, daß die schwächere Basis 
einen geringeren Einfluß auf das Hämatin ausüben werde. Hier 
wurden 2 g Hämin in 200 ccm Wasser und 3 ccm 20 °/oigen 
Ammoniaks gelöst, das Filtrat durch 100 ccm 2"/oige Schwefel¬ 
säure gefällt und im übrigen, wie beim ersten Versuch be¬ 
schrieben worden ist, verfahren. Der nach der zweiten Fällung 
erhaltene Hämatinschlamm mußte 3 Tage lang ausgewaschen 
werden, bis das Waschwasser S04"-frei war, der Schlamm 
wurde über Nacht auf Filtrierpapier liegen gelassen und dann
        

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