Bauhaus-Universität Weimar

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William Küster, 
wäre, auf das sich dann auch der Referent der Siewertschen 
Arbeit1 ) bezieht. Die Angaben in der Dissertation von Ep- 
pinger sind nämlich so allgemein gehalten — sie lassen aber 
auch jede Zahl vermissen —, daß der Schlußsatz «die Ana¬ 
lyse ergab, daß in der Tat reines Hämin und zwar in nahezu 
quantitativer Ausbeute entstanden war* auf jeden, der mit 
Hämin gearbeitet hat und weiß, auf wie peinliche Innehaltung 
ganz bestimmter Bedingungen es oft ankommt, nicht nur durch 
seinen Aufbau einen überraschenden Eindruck macht. Um einer 
weiteren Prüfung den Boden zu ebnen, gebe ich im experi¬ 
mentellen Teil die Bedingungen genau an, unter denen wir 
unsere abweichenden Resultate erhalten haben, auch für die 
Methode von Sie wert. 
Denn eine ganz genaue Beschreibung läßt auch die Ar¬ 
beit Siewerts vermissen, z. B. ist nur davon die Rede, daß 
die erhaltene alkoholische Lösung des Farbstoffs «sehr kon¬ 
zentriert* ist, die Menge des Alkohols aber, die für ein ge¬ 
gebenes Quantum gerade ausreicht, wird nicht angegeben; 
ferner fehlt eine Angabe über die Menge der Salzsäure, die 
zur Fällung der alkoholischen Lösung nötig ist* dagegen ist 
die hierbei einzuhaltende Temperatur mit 70—72° genau ver¬ 
zeichnet. Wie sehr diese Angabe nötig ist, geht nun daraus 
hervor, daß bei Zusatz von Salzsäure zur siedenden Lösung 
ein Produkt entsteht, das nur noch zum Teil in kaltem Am¬ 
moniak löslich ist. Ich hatte diese Modifikation beschlossen, 
weil bei meinen Versuchen eine deutlich krystallinische Ab¬ 
scheidung von «Hämin» nicht eintrat und zu hoffen stand, daß 
sich eine solche bei langsamer Abkühlung einstellen würde, 
und weil ja auch bei dem Verfahren von Mörner, dem sich 
das vorliegende eng anschließt, die siedende Lösung mit Salz¬ 
säure umgesetzt wird. Während nun aber dem Mörner- 
Hämin immer nur geringe Mengen von Estern, denn um diese 
handelt es sich, beigemengt sind, wird der Anteil derselben 
erheblich größer, sobald man vom Baryumsalz ausgeht. Schlie߬ 
lich bedürfen die Angaben Sie werts über die Herstellung des 
\ Rioch. Zenlralblatt, Bd. VII, Nr. 1303.
        

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