Bauhaus-Universität Weimar

158 H. Malfatti, 
Luftbläschen destilliert, der Rückstand wieder verdünnt und 
wieder destilliert, bis ein dreistündiges Destillieren nur mehr 
0,8 mg Stickstoff in die vorgelegte Säure übertreten ließ. 
Der Destillationsrückstand wurde nun filtriert und mit Wasch¬ 
wasser auf das ursprüngliche Volumen aufgefüllt, wobei zum Fil¬ 
trat die nötige Schwefelsäure und Kaliumsulfat zugefügt wurde, 
so daß eben die Lackmusneutralität (Lb) erreicht war. Die 
erhaltene Flüssigkeit wurde dann unter vorzüglicher Über¬ 
einstimmung der Parallelbestimmungen formoltitriert, teils allein, 
teils nach Zusatz von Glykokoll, teils nach etwas mehr als 
14 tägigem Stehen in der Kälte. Da der Versuch im Winter 
ausgeführt wurde, war die letztere Probe in geschlossenem Ge¬ 
fäße vor das Fenster gestellt werden, wo sie meistenteils in ge¬ 
frorenem Zustand stehen blieb. Durch mehrere Tage mit milderer 
Temperatur war die Flüssigkeit allerdings aufgetaut ; eine Bak¬ 
terienentwicklung ist aber doch mit der größten Wahrscheinlich¬ 
keit auszuschließen. Die folgende Tabelle möge die Resultate 
zeigen. Die Zahlen sind Kubikzentimeter der n/i4 Lauge. 
10 ccm 
dos 
Harns 
Differenz 
von 
Lackmus 
zu 
Phenol¬ 
phthalein- 
Neutrali¬ 
tät 
Résulta 
i 
ausgehen 
Lackr 
bis zu 
schwacher 
Rötung 
te der I 
n mg S 
d von I 
nus 
bis zu 
starker 
Rötung 
rormoltitrierung 
lick Stoff 
Neutralität gegen 
Phenolphthalein 
bis zu ! bis zu 
schwacher starker 
Rötung Rötung 
Differenz von 
schwacher 
und starker 
Rötung 
des Phenol¬ 
phthaleins 
am Schluß 
der Titration 
Nur von 
l’hosphorsäure 
befreit 
(Uenriques) 
0,57 
4,45 
4,92 
3,82 
4,3 
0,47 
Von Phosphor- 
päure und 
Ammoniak 
befreit 
0,55 
1.7 
0,7 
1,2 
0,5 
Nach Zusatz 
von 20 mg 
Glykokoll 
= :i.7+ mg N 
0,55 
5,0 
5,45 
4,45 
4,9 
0,45 
Nach Zusatz 
von io mg 
Glykokoll. 
- 1.H7 mg N 
0,5 
3,1 
3,6 
2,6 
3,1 
0,5 
Ohne Zusatz 
nach langem 
Stehen 
in der Kalte 
1,1 
2,2 
2,5 
i 
l 
LI ! 
i 
1,4 
0.3
        

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