Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über Adsorptionsverbindungen einiger Eiweißkörper mit alkohollöslichen anorganischen Haloidsalzen
Person:
Simon, Friedrich
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18956/6/
Iber Adsorptionsverbindungen einiger Eiweibkorper. 75 
I. Versuchsreihe, bei der Fibrin als Ausgangsmaterial zur 
Verwendung kam. 
Benutzt wurde ein gekochtes und seil kurzer Zëit unter 
Chloroformwasser aufbewahrtes Fibrin. Eine Aschenbestimmung, 
zu der 8,9950 feuchten = 1,0582 trockenen Fibrins genommen 
wurde, ergab einen Aschengehalt von 1,01% der trockenen 
Substanz. 
Ca. 65 g Fibrin wurden zunächst mit salzsäurehaltigem 
Wasser bis zur Quellung gekocht und dann mit 1 1 künst¬ 
licher Verdauungsflüssigkeit, die aus ca. 1 g Pepsin (Grübler), 
10 ccm Acid, hydrochlor. pur. und 1 1 Wasser bereitet Wurde, 
bei 40° etwa 72 Stunden hindurch digeriert. Das Verdauungs¬ 
gemisch wurde dann (nach dem Kolieren durch Leinwand) in 
der Siedehitze mit reinstem Calciumcarbonat neutralisiert und 
vom Neutralisationsniederschlage abfiltriert. Das Filtrat wurde 
bis auf ein Volumen von etwa 50 ccm auf dem Wasserbade 
eingeengt und mit dem etwa zehnfachen Volumen Alkohol 
absolut, gefällt. Nach 24ständigem Stehen unter Alkohol wurde 
der Niederscljlag (nach dem Dekantieren des ersten Alkohols) 
wiederholt mit siedendem Alkohol ausgewaschen. Abfiltrierte 
Proben des Waschalkohols ergaben zunächst starke; Chlor¬ 
reaktion. Das Auswaschen des Niederschlages wurde nun so 
lange fortgesetzt, bis die durch AgN03 -f HN03 in abfiltrierten 
Proben des Waschalkohols erzeugten Niederschläge bezw. Trü¬ 
bungen annähernd konstant blieben. Der Niederschlag wurde 
schließlich einige Male mit Äther nachgewaschen und durch 
andauerndes Verreiben mit dem Pistill vom anhängenden Äther 
befreit. Es resultierte ein staubfeines, gelblich-weißes, sich i 
leicht klebrig anfühlendes Pulver, das sich schon in kaltem 
Wasser schnell und völlig klar löste. Die wässerige Lösung 
zeigte deutliche Biuretreaktion, sow’ie erhebliche Trübungen 
auf Zusatz von HN03 + AgN03 und NH3 + C204(NH4)2. Zur 
Gl-Bestimmung wurden etwa 0,5 g des Präparates mit dem 
etwa 25fachen ihres Gewichtes an Salpetermischung (bestehend 
aus 2 3 Teilen KN0S und 1 Teil Na2C03) in der Platinschale 
geschmolzen, die Schmelze gelöst, die Lösung mit HN03 an-
        

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