Bauhaus-Universität Weimar

Über den Abbau des Coffeins durch den Auszug aus Rinderleber. 379 
schüssigen Brei befreit und auf ein kleines Volumen auf dem 
Wasserbade eingedampft. Die so eingeengte Flüssigkeit wurde 
mit Ammoniak übersättigt und mit ammoniakalischer Silber¬ 
lösung vollständig ausgefällt; der Niederschlag wurde durch 
gründliches Auswaschen mit Wasser vom Ammoniak befreit, 
mit Salzsäure übergossen, 24 Stunden lang stehen gelassen, 
filtriert und das Filtrat zur Trockene verdampft. Ich bestimmte 
nun den Gehalt dieses Rückstandes an Stickstoff nach der Me¬ 
thode von Kjeldahl. Ich will diesen Stickstoff kurz als «Purin¬ 
stickstoff» bezeichnen. 
Die gewonnenen Resultate sind in der folgenden Tabelle 
zusammengestellt. 
Tabelle 1. 
Dauer der 
Digestion 
Menge des 
Leberextraktes 
in ccm 
Zugefügtes 
Coffein 
in g 
Menge des 
gefundenen «Purin- 
stickstoffes» 
in g 
4 Tage 
! 
1800 
9 
0,0874 
4 » 
1800 
— 
0,0525 
1 
Versuch 2. 
1000 g Leberbrei wurden mit dem doppelten Volumen 
toluolhaltigen Wassers versetzt und nach 24stündigem Stehen¬ 
lassen koliert. Vom Kolate wurden zwei Portionen zu 1000 ccm 
abgemessen, die eine nach Zusatz von 5 g Coffein, die andere 
sofort zur Digestion angesetzt. Nach 4 tägiger Digestion wurden 
die beiden Portionen auf die gleiche Weise behandelt, wie im 
Versuche I. 
Die erhaltenen Resultate sind in der folgenden Tabelle 
zusammengestellt. . 
Tabelle 2. 
Dauer der 
Digestion 
Menge des 
Leberextraktes 
Zugefügtes 
Menge des 
Coffein 
gefundenen Purin- 
* Stickstoffes 
in ccm 
in g 
in g 
4 Tage 
1000 
0 
0,0325 
4 » 
1000 
— 
0,0196
        

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