Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über das Vorkommen von Nahrungsalbumosen im Blut und im Urin
Person:
Borchardt, L.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18929/5/
Über Nahrungsalbumosen im Blut und im Urin. 
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und die Organe übertreten kann. Der negative Ausfall des 
vorhergehenden Versuches an demselben Tier und unter den¬ 
selben Bedingungen ließ es aber wünschenswert erscheinen, 
durch Wiederholung einen Anhaltspunkt zu gewinnen, ob der 
Übertritt der Albumose ins Blut zu den regelmäßigen Erschei¬ 
nungen gehört oder nur ausnahmsweise erfolgt. Zugleich wurde 
die Frage entschieden, daß auch im Garotisblut Hemielastin 
auf der Höhe der Elastinverdauung nachweisbar ist. Schlie߬ 
lich wurde in dem folgenden Versuch die Menge des verab¬ 
reichten Elastins bedeutend herabgesetzt, um dem Einwand zu 
begegnen, daß nur nach Verabreichung von Elastinmengen, die 
das physiologische Maß überschreiten, Hemielastin in das Blut 
Übertritt. 
4. Versuch. 
Männlicher Hund von 12910g Körpergewicht erhält 14.7.08 
50 g Elastin in Milch per Schlundsonde. Nach 6 Stunden werden 
aus der Carotis 210 ccm, gleich darauf aus der Pfortader 
150 ccm Blut entnommen. Im Pfortaderblut ist die Hemielastin- 
reaktion nach dem Enteiweißen noch vor dem Einengen (in 
880 ccm Flüssigkeit) deutlich, ebenso die Biuret- und Millon- 
sche Reaktion, während die Glyoxylsäurereaktion auch nach 
dem Einengen auf 50 ccm negativ ausfällt. Im Garotisblut ist 
nach Einengen auf 170 ccm die Hemielastinreaktion positiv. 
Von Organen wurden Nieren, Milz, Pankreas, Leber, Herz, 
Lungen, Muskeln auf Hemielastin untersucht; in allen diesen 
Organen konnte es nachgewiesen werden. Die Blase enthielt 
200 ccm Urin. Derselbe gab weder die Hemielastinreaktion noch 
die Biuretprobe. Nach Einengen des Urins auf 100 ccm 
war die Hemielastin- sowie die Biuretreaktion sehr 
deutlich. 
Das Vorkommen von Hemielastin im Urin nach Elastin¬ 
fütterung wurde durch den nächsten Versuch bestätigt. 
5. Versuch. 
Männlicher Terrier von 10750 g Körpergewicht erhält 
31. 7. 08 40 g Elastin in Milch per Schlundsonde. Nach 6 Stunden 
werden aus der Garotis 100 ccm Blut entnommen, in welchem
        

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