Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Weitere Beobachtungen über die Kreatininausscheidung beim Menschen
Person:
Hoogenhuyze, C. J. C. van H. Verploegh
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18924/64/
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C. J. C. van Hoogenhuyze und H. Verploegh, 
Blutzirkulation sich weniger gut wie vorher durch Abkühlung 
gegen die Temperaturerhöhung schützte. 
Jedoch war während des Fiebers die Kreatininausscheidung 
noch immer bedeutend. Sie sank erst bis auf einen der Inanitions- 
ausscheidung entsprechenden Wert, nachdem die Temperatur 
wieder normal geworden war, indem sie während der Rekon- 
valescenz, während welcher der Stoffwechsel normal wurde, 
allmählich wieder zunahm. 
Später werden wir die Kreatinausscheidung besprechen. 
Aus den Zahlen des Gesamtstickstoffes, welche übrigens 
hoch sind, kann man keine Folgerungen machen, weil sie durch 
die Nahrung, welche nicht immer die gleiche war und deren 
Menge nicht genau bestimmt werden konnte, beeinflußt wurden. 
Wir waren ebenfalls imstande, den Harn eines zweiten 
Patienten, welcher das gleiche Alter als der vorige hatte, 
während 22 Tagen zu untersuchen. 
Pat. 3 A. T. (Tabelle 7), 11 Jahre alt, war an Pneumonie 
und Bronchitis erkrankt. Während des Versuchs war er im 
Stadium der Rekonvalescenz. Die Nahrung enthielt Milch und 
nachher Milch und Milchbrei. Der Knabe war sehr blaß und 
erschöpft. 
Die Temperatur zeigte große Schwankungen. Alle N- 
haltenden Produkte zeigten große Schwankungen; in diesem 
Falle aber stimmten ebenfalls die Schwankungen des Gesamt¬ 
stickstoffes und diejenigen des Ammoniaks nicht überein mit 
denjenigen des Kreatinins und der Harnsäure. Auch in diesem 
Falle war Kreatin im Harn zu konstatieren und sogar, mit 
Ausnahme zweier Tage, bis ans Ende, obwohl später viel 
weniger als im Anfang. 
Es gab in diesem Falle keine regelmäßigen Schwankungen 
der Kreatininausscheidung im Zusammenhang mit den Schwan¬ 
kungen der Temperatur. Jedenfalls sind während der höchsten 
Temperaturen auch die Kreatininzahlen am höchsten, obwohl 
gewöhnlich nicht am Tage der erhöhten Temperatur selbst, 
sondern am Tage nachher. 
Auffallend ist es, daß, je kleiner die Temperaturschwan¬ 
kungen, je kleiner die Schwankungen der Kreatininausschei¬ 
dung sind.
        

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