Bauhaus-Universität Weimar

Über die Fällbarkeit von Zuckerarten durch Kupferh'ydroxyd. 443 
auf Zusatz von NaOH bei den beiden Pentosen sowie bei 
Milchzucker etwa in gleichem Verhältnis ab, wie sie dann auf 
weiteren Zusatz von Natronlauge wieder ansteigt, sodaß man 
in diesen Fällen vom Minimum aus ziemlich gleichmäßig nach 
beiden Seiten ansteigende Kurven erhält. Bei den anderen 
Zuckern sind die Kurven unregelmäßig. Von Interesse ist, daß 
alle Minima der Versuchsreihen (Galaktose ausgenommen) sich 
bei einem Zusatz von Natronlauge zwischen 23,5 und 27,5 ccm 
befinden, sich in dieser Beziehung also einander ziemlieh nahe 
liegen. 
Weder die 3 Hexosen (Traubenzucker, Lävulose und Galak¬ 
tose), noch die 3 Hexobiosen (Rohrzucker, Maltose und Milch¬ 
zucker) zeigen denselben Kurventypus. Die beiden Pentosen 
dagegen (Xylose und Arabinose) stehen sich in dieser Beziehung 
recht nahe. Auffallend und unerwartet ist die Ähnlichkeit der 
beiden Kurven von Traubenzucker und Raffinose. 
Bei keiner Zuckerart ist die im Filtrat vorhandene Zucker¬ 
menge immer genau proportional der zunehmenden Quantität 
Natron. (S. Tabelle XI).1) 
Die übrigen Verhältnisse im Filtrat (Farbe. Reaktion 
Kupfergehalt, Verhalten gegen Fehlingsche Lösung) sind jedoch 
fast immer ganz regelmäßig von der Menge der Natronlause 
(s. Tabelle I—X) abhängig. 
Ein Blick auf die Tabelle XI zeigt, daß das Minimum 
der Zuckermenge im Filtrat bei weitem am niedrigsten beim 
Traubenzucker ist, und daß dieses Minimum die übrigen Minima 
weit hinter sich läßt, obwohl die Behandlung, z. B der vier 
Zuckerarten Lävulose, Galaktose, Maltose und Milchzucker, ganz 
die gleiche wie beim Traubenzucker war. 
Die Ergebnisse bezüglich des Traubenzuckers zeigen eine 
kleine Abweichung gegen die Angaben von E. Salkowski. 
U ährend E. Salkowski unter den günstigsten Verhältnissen 
') Die günstigste Konzentration der Zu. kerlösungen, wobei die 
naueste quantitative Bestimmung möglich ist, ist nach F Gaudi“) 
. V1"”- 1** KinoShita(») 0,2«., Diese Unproportionalität in meinen 
7ar als0 ,nehr 0,ler weniger zu erwarten, da die Konzentration 
'••s tuckers in den Filtraten sehr wechselnd war.
        

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