Bauhaus-Universität Weimar

Zur Kenntnis der Koagulosen. III. 345 
Der Niederschlag verwandelte sich beim Stehen unter Wasser 
im Verlaufe von 48 Stunden in eine klebrige, körnige Masse 
Das Filtrat vom Niederschlage 111 gab bei weiterem vor¬ 
sichtigem Zusatze von Phosphorwolframsäure einen feinen, 
flockigen und staubartigen N ied erschlag — Nieder s c h 1 a g 1V —' 
der nach einigen Stunden eine klebrige, teigige, kompakte Masse 
bildete. 
Endlich wurde bei Hinzufügen von Phosphorwolframsäure 
zum Filtrate vom Niederschlage IV ein reicher, • staubartiger 
Niederschlag V erhalten, der schnell sich ebenfalls in eine 
klebrige, teigartige Masse verwandelte. 
Das Filtrat vom Niederschlage V wurde von Schwefel¬ 
säure und Phosphorwolframsäure befreit, bei ca. 40° G. auf 
300 ccm eingeengt, von neuem auf 0,5 °/n mit Schwefelsäure 
angesäuert, mit Phosphorwolframsäure gefällt, die vorsichtig 
solange hinzugefügt wurde, als noch ein Niederschlag entstand 
— der Niederschlag VI. Er ist dem Niederschlage IV 
und V ähnlich. 
Das Filtrat vom Niederschlag VI kam nicht zur Unter- 
suchung. 
Die oben angegebenen Niederschläge I—VI wurden sorg¬ 
fältig mit 0,5°/oiger Schwefelsäure, die Phosphorwolframsäure 
enthielt, gewaschen, und zwar die ersten 2 auf dem Filter, 
die 4 letzten hingegen unter wiederholtem Verreiben mit der 
Waschflüssigkeit (0,5^/oige Schwefelsäure + Phosphorwolfram¬ 
säure) im Mörser. 
Die ausgewaschenen Niederschläge wurden mit Baryum- 
oxydhydrat bei Zimmertemperatur zerlegt. 
Es wurden so 6 Fraktionen von Verdauungsprodukten 
erhalten. Von ihnen war die erste, dem Gehalte an organischen 
Bestandteilen nach, die bedeutendste. 
Fraktion! 
Die Lösung der Verdauungsprodukte dieser Fraktion wurde, 
schwach mit Schwefelsäure angesäuert, bei 40° C. auf 280 ccm 
eingeengt und mit gleichem Volumen 93 °/oigen Äthylalkohols 
gemischt. Beim Stehen der Mischung bei Zimmertemperatur
        

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