Bauhaus-Universität Weimar

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D. Lawrow, 
3. die Fähigkeit, freie Mineralsäuren zu binden und Kupfer¬ 
oxydhydrat zu lösen; 
4. das eigenartige Aussehen ihrer Niederschläge mit Phos¬ 
phorwolframsäure in nicht zu verdünnten Lösungen, wobei sie 
(wenigstens hinsichtlich der Verdauungsprodukte der Fraktion I; 
verhältnismäßig schlecht durch das genannte Reaktiv gefällt 
werden : 
5. ihre (resp. ihrer Gemische) leichte Löslichkeit in Wasser; 
6. der unbedeutende Gehalt an solchen Spaltungsproduk¬ 
ten, die mehr weniger leicht durch Phosphorwolframsäure ge¬ 
fällt werden; 
7. ihre (resp. ihrer Gemische) Unfähigkeit resp. sehr ge¬ 
ringe Fähigkeit zu krystallisieren ; 
8. ihre Fähigkeit, unter Einfluß von Pepsin und Lab Koa- 
produkte zu liefern. 
Ich kann nicht umhin, hier zu bemerken, daß die Frage 
nach der chemischen Individualität der oben untersuchten Koa- 
produkte (w ie auch anderer ähnlicher von verschiedenen Autoren 
beschriebenen) völlständig offen ist. 
Es gelang also auch in dieser Untersuchung Koagulosen 
zu erhalten von 2 Haupttypen und zwar vom Typus der Al- 
bumosen und vom Typus der Polypeptide. Die Koagulosen vom 
ersterwähnten Typus kann man der Kürze wegen Koaalbu- 
mosen nennen; die vom zweiten Typus Koapeptide. 
G. 
Das Ausgangsmaterial für die weiter unten zu beschrei¬ 
benden Versuche bildete das krystallisierte Eieralbumin, das, 
wie oben beschrieben, nach dem Verfahren von Hopkins- 
Pi nous dargestellt und in heißem Wasser zur Gerinnung ge¬ 
bracht wurde. Die Verdauung ging im Laufe von 24 Stunden 
vor sich und zwar folgenderweise : 650 g feuchten, kräftig aus¬ 
gepreßten, geronnenen und ausgewaschenen Albumins wurden 
sorgfältig mit 101 künstlichen vorher auf 40° C. erwärmten 
Magensafts gemischt. (NB. Der erwähnte Magensaft wurde 
durch 24stündige Selbstverdauung von 10 g Pepsini Grübleri 
in 500 ccm 0,3°/oiger Schwefelsäure, Dialysieren der verdauten
        

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