Bauhaus-Universität Weimar

Zur Kenntnis der Koagulosen. 
III. Mitteilung. 
Von 
D. Lawrow. 
(Aus dem pharmakologischen Institute der Universität Jurjew.) 
(Der Redaktion zugegangen am -t. Juni 1908.) 
A. 
In meiner letzten Mitteilung über die Koagulosen1) kam 
ich zum Schlüsse, daß man 1. zum mindesten 2 Haupttypen 
koagulosogener Substanzen unterscheiden könne und zwar koa- 
gulosogene Substanzen vom Typus der Albumosen resp. be¬ 
kannten Albumosen ähnlicher Produkte und koagulosogene Sub¬ 
stanzen vom Typus der polypeptidartigen Verbindungen, und 
2. daß man, entsprechend dem oben Gesagten, die Koagulosen 
in 2 Hauptgruppen, Koagulosen vom Typus der Albumosen und 
Koagulosen vom Typus der Polypeptide einteilen könne. 
Als Ausgangsmaterial für meine damaligen Versuche diente 
das Pferdehämoglobin und das Kuhcasein. 
Zur Darstellung der weiter unten beschriebenen Koa- 
produkte (Koagulosen) benutzte ich krystallisiertes Eieralbumin, 
das nach dem Verfahren von Hopkins und Pincus2) erhalten 
war. Die Krystalle wurden abgetrennt, sorgfältig zwischen 
Filtrierpapier abgepreßt, zweimal mit halbgesättigter und mit 
Essigsäure angesäuerter Ammonsulfatlösung ausgewaschen, dann 
in heißem Wasser zur Gerinnung gebracht. Das auf diese Weise 
erhaltene Präparat wurde sorgfältig mit heißem Wasser aus¬ 
gewaschen und (10. IX. 07) mit 15 1 0,5°/oiger Schwefelsäure 
+ 11 künstlichen Magensaftes (vorher verdaut und dialysiert, 
‘) Diese Zeitschrift, Bd. LUI. S. 1—7. 
*) Journal of Physiol., Bd. XXV, S. 30«.
        

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