Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage über den Gehalt an festen Bestandteilen in dem auf verschiedenen Sekretionserreger erhaltenen pankreatischen Saft
Person:
Babkin, B. P. W. W. Sawitsch
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18889/9/
Über den Gehalt an festen Bestandteilen im pankreatischen Saft. 329 
Flamme verkohlt und dann erst der mit einem Deckel bedeckte 
Tiegel im genannten Ofen ca. 20 Minuten lang durchgeglüht: 
dabei erhitzte sich der Tiegel bis zu Rotglut. Indem wir nun 
Jas Gewicht des Tiegels mit Asche vom Gewicht des Tiegels 
mit dem festen Rückstand abzogen, erhielten wir den Gehalt 
des Saftes an organischen Substanzen. 
III. 
Schon Kudrewecki1) zeigte, daß der auf Reizung der 
Nn. vagi bei Hunden erhaltene Saft eine große Quantität von 
ledern Rückstand enthält, welche in manchen Füllen bis auf 
tut g auf 100 ccm des Saftes ansteigt. Mit der Absonderung 
des Saftes infolge einer fortdauernden Reizung der Nn. vagi 
sinkt jedoch die Menge der festen Bestandteile progressiv herab, 
"ft ganz unabhängig von der Sekretionsgeschwindigkeit und kann 
sehr geringe Zahlen, z. B. 2,2 g auf 100 ccm Saft erreichen. 
Einen bedeutenden festen Rückstand im Vagüssaft haben 
auch wir erhalten. 
Versuch vom 25. X, 07. Hund von 22 kg Gewicht. Hungerte 
12 Stunden; erhielt am vorherigen Tage um 4h Wasser. Anfang der 
Opération 9h 15', Ende 10h 20'. Abwechselnde Reizung deb rechten und 
;:nken X. Vagus zu je 5—3 Min., mit Pausen zwischen den Reizungen 
v « 5-3 Min. Nach Beendigung des Versuches: leerer Magen, alkalische 
Reaktion in demselben. 
Der Saft der ersten drei Portionen, dessen Menge 7,0 ccm 
betrug, ergab 6,884°/o feste Bestandteile, wovon 6,012®/* auf 
die organischen Substanzen entfiel. Der Saft der letzten zwei 
Portionen enthält weniger festen Rückstand, nämlich 4,100»/«; 
der Prozentgehalt der Asche sank darin sehr unbedeutend 
0,862% gegen 0,872%), die. genannte Verminderung des festen 
Rückstands entfällt also fast vollkommen aüf die organischen 
Substanzen (3,238% gegen 6,012%). Da während der zweiten 
Hälfte des Versuches die Durchschnittsgeschwindigkeit der Saft¬ 
sekretion bedeutend zunahm (0,37 ccm gegen 0,14 ccm in 5 Min.), 
so konnte ein so starkes Sinken des Prozentgehaltes an festen 
Bestandteilen und Fermenten sowohl durch Verarmung der 
‘) Kudrewecki, 1. c., S. 19 u. 25.
        

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