Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Diagnostik der Geisteskrankheiten für praktische Ärzte und Studierende
Person:
Sommer, Robert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18866/139/
Untersuchung der psychischen Vorgänge. 
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heit der einzelnen Buchstaben (z. B. Zittererscheinungen), Verbindung derselben 
zu Worten, z. B. Auslassungen von Buchstaben; Verbindung zu Sätzen, z. B. Fehlen 
des grammatikalischen Zusammenhanges, Umstellungen. 
VII. Sinnestäuschungen. Verursachung durch äussere Eindrücke oder 
Reizzustände im Nervensystem. Bezeichnung des oder der Sinnesgebiete. Constanter 
oder wechselnder Charakter der Sinnestäuschungen. Beziehung zur Vorstellungs¬ 
bildung. Elementare Sinnestäuschungen. Gedankenlautwerden. 
VIII. Wahnideen. Vorsichtige Prüfung, ob Wahnbildung überhaupt vor¬ 
liegt, besonders bei Klagen über Zurücksetzung, Eifersuchtsideen u. a.; Qualität 
der Wahnbildung; Verfolgungs- und Grössenwahn; constanter oder wechselnder 
Charakter der Wahnbildung; Art der Verknüpfung der Ideen; Beeinflussung durch 
Stimmungen. 
IX. Beeinflussbarkeit. 
Einfluss von psychischen Momenten, besonders 
Beeinflussung durch Vorstellungen. 
Suggestibilität im Gebiet der Muskelzustände. 
X. Associationen. 
Associative Verknüpfung in den spontanen Aeusserungen des Kranken. 
Prüfung der Reactionen auf zugerufene Reizworte. 
XI. Urtheilsvermögen. 
Mangelhafte Beurtheilung der Umgebung, Mangel an Selbstkritik, Mangel 
an Urtheil in geschäftlichen Angelegenheiten, Zeichen von Schwachsinn. 
XII. Stimmungsanomalieen. 
Qualität der Stimmung. Innere oder äussere Ursachen derselben, Constanz 
oder Wechsel der Stimmung, physiognomischer Ausdruck der Stimmung, sonstige 
körperliche Begleiterscheinungen, z. B. bei Angst. Einfluss auf den Vorstellungsablauf. 
XIII. Störungen des Willens. 
Unterscheidung der psychomotorischen von den unwillkürlichen Muskel¬ 
spannungen. Erreglichkeit der motorischen Sphäre, Ausdauer der Innervationen. 
Katalepsie, (Negativismus, Stereotypie von Haltungen und Bewegungen. Beziehung 
auf bestimmte Vorstellungscomplexe. Abnorme Richtungen des Wollens: Perversitäten. 
XIV. Zwangsvorstellungen. 
Art der zwangsmässig auftretenden Antriebe. Einfache Antriebe bei Tic 
convulsif, Zwangsbewegungen, Zwangshandlungen besonders im sprachlichen Ge¬ 
biet, zwangsmässig auftretende Ideen. Reaction des Bewusstseins auf die Zwangs¬ 
impulse, subjectives Gefühl des Zwanges bei „Zwangsvorstellungen“ im engeren 
Sinne. Beziehung derselben zur socialen Umgebung. 
XV. Sociales Verhalten. 
Unreinlichkeit, Störung der Umgebung durch Schreien u. s. f., aggressives 
Verhalten, Gemeingefährlichkeit. 
D. Besondere Wahrnehmungen. 
E. Wesentliche Symptome 
(unter Hinweis auf obigen Befund). 
Diagnose mit bestimmter Aeusserung, ob Geisteskrankheit vorliegt. 
F. Bisherige Behandlung. 
G. Indication zur Anstaltsbehandlung. 
Durch welche Momente ist die Indication zur Anstaltsbehandlung 
auch gegen den Willen des Kranken gegeben? 
Untersuchender Arzt : 
9*
        

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