Bauhaus-Universität Weimar

Über die Oxydationen im Ei. II. 445 
sondern eher eine langsamere Entwicklung konstatieren, als 
wenn jede Methode allein zur Anwendung kam- 
11. 
Wir haben gesehen in I), daß die Zunahme des Sauer- 
stoffverbrauchs in der hypertonischen Lösung viel größer ist, 
wenn die Oxydationen schon vorher durch die Befruchtung be¬ 
schleunigt worden sind. In diesem Zusammenhang kann man 
die Frage aufwerfen, ob auch die durch die hypertonische 
Lösung eingeleiteten Oxydationen eine Ursache für eine Zu¬ 
nahme des SauerstofTverbrauchs in der hypertonischen Lösung 
selbst sind, mit anderen W orten, ob in. der hypertonischen 
L- -sung in gleichen Zeiten gleich viel Sauerstofî verbraucht wird 
oder ob der Sauerstoffverbrauch mit der Zeit wächst. Gemessen 
war ja immer nur der in einer Stunde verbrauchte Sauerstoff. 
Es hat sich gezeigt, daß in der hypertonischen Lösung 
in gleichen Zeiten gleich viel Sauerstoff verbraucht wird. ( Ver¬ 
buch A I, a) und b).) 
Diese Tatsache ist nicht ohne Bedeutung für die Vor¬ 
stellung. die man sich von der Wirkungsweise der hypertonischen 
L sung machen muß: ich will aber darauf noch nicht eingehen. 
III. 
Abgesehen von der Befruchtung und der Erhöhung des 
osmotischen Druckes gibt es noch ein drittes Mittel, die Oxy¬ 
dationen im Ei zu beschleunigen, nämlich die Erwärmung. So 
verbrauchten unbefruchtete Eier in Seewasser) bei Erwärmung 
urn 10° etwas mehr als die doppelte SauerstofTmenge. 
Es machte nun für die Atmung in der hypertonischen Lö¬ 
sung -die bei allen Versuchen 23° hatte) keinen Unterschied, 
b das Seewasser, aus dem die Eier in die hypertonische Lö¬ 
sung gebracht wurden, 18 oder 23° hatte. (Versuch All. a) u. bl) 
Das war vorauszusehen. Denn die Ursache für die verschiedene 
Atmung in Seewasser fällt ja weg, wenn die hypertonische 
Lösung in beiden Fällen die gleiche Temperatur hat. Man 
kann also nicht ganz allgemein sagen, die Atmung in der hyper¬ 
tonischen Lösung hat eine Beziehung zu der Atmung in See-
        

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