Bauhaus-Universität Weimar

Energische Oxydation der Cholsäure, mit Salpetersäure. 307 
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etwas braunes Harz ungelöst ließ. Die filtrierte Lösung wurde 
mit dem gleichen Volumen Benzol versetzt und die Mischung 
an einem warmen Orte bis etwa auf ein Drittel eindunsten 
gelassen, wobei der größte Teil des Äthers sich verflüchtigt 
hatte. Aus der Lösung hatte sich ein hellgelbes weiches Harz 
abgeschieden, von welchem die Mutterlauge (9) abgegossen 
wurde, während das Harz mit kleinen Benzolmengen 'abge¬ 
spült wurde. 
Dieses hellgelbe Harz war nunmehr in Wasser ziemlich 
schwer löslich, ebenso in Benzol, dagegen leicht in Alkohol, 
Äther und Eisessig. In Sodalösung löste es sich leicht unter 
Aut brausen, die Lösung reduzierte Kaliumpermanganat sofort 
unter Bildung von Manganhyperoxyd. In Chloroform löst es 
.-ich kaum, die Aufschwemmung addiert Brom. # 
Die Elementaranalyse im Vereine mit der Molekular- 
g»wichtsbestimmung ergab Werte, welche zwischen denen der 
beiden Formeln C12HlfOl und C^H^O, lagen. Das durch 
Titration ermittelte Äquivalentgewicht war nahezu die Hälfte 
des durch beide Formeln ausgedrückten 
Das gelbe Harz wurde nun in 10°/.»iger Natronlauge ge¬ 
löst. die Lösung mit Wasserstoffsuperoxyd bis zur, beginnenden 
Gasentwicklung versetzt, nach 24 Stunden mit Schwefelsäure 
angesäuert und mit Äther ausgeschüttelt. Der Äther hinter- 
liel) beim Verdunsten einen farblosen öligen Rückstand, welcher 
in heißem Wasser gelöst wurde: diese Lösung hinterließ bei 
langsamem Verdunsten ein farbloses Harz. 
Dieses farblose Harz war in W^asser und Chloroform 
schwer löslich, in Alkohol, Äther und Eisessig hingegen leicht. 
In Sodalösung löste es sich unter Aufbräusen, die Lösung ent¬ 
färbte verdünnte Kaliumpermanganatlösung selbst bei längerem 
Stehen nicht. Die Lösung des Harzes in Chloroform addiert 
kein Brom. 
Die Elementaranalyse ergab: 
0.1558 g Substanz lieferten 0,3177 g Kohlendioxyd und 0.0984 g 
Wasser. 
0.0999 g Substanz verbrauchten 12,1 ccm Lauge (1 ccm = 1,129 ccm 
Normal).
        

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