Bauhaus-Universität Weimar

Über Hemmung der Labwirkung. Il 305 
so deutlicher hervor, je geringer Labnienge angewandt wird, 
wir aus folgendem Versuch zu ersehen ist. 
1 ccm Lab 0,5 ccm Lab -f- 
0.5 » H,() 
Ohne Hemmungskörper 11 Min 22 Min 
Milch + Hemmungskörper -f- Lab 10 V« 20 
! Hennnungskörper -f- Lab) * St. bei 57° -f Milch 10 ?/* OK 
In diesem Falle war also, wenn Milch und Hemmungs¬ 
körper vor dem Zugehen von Lab vermischt wurden, keine merk¬ 
bare Hemmung vorhanden; eher war eine unbedeutende Be¬ 
schleunigung der Labung zu beobachten. Wenn Hemmungs¬ 
körper und Lab zunächst vermischt wurden, war aber die 
Hemmung deutlich, besonders mit der geringeren Labmenge. 
Daß beim Gebrauch von kräftigem Hemmungskörper eine 
deutliche Hemmung erzeugt wird, auch für den Fall, daß Milch 
und Hemmungskörper vor dem Zugeben von Lab vermischt 
werden, geht aus folgendem Versuch hervor. . 
1 ccm Lab 0,5 ccm Lab -}- 0>5 ccm H#0 
Ohne Hemmungskörper 10 V* Min. ’ ’/* Min. 
Milch -f- Hemmungskürper -j- Lab 22 . 91 
Auch in diesem Falle ist die Hemmung deutlicher bei der 
geringeren Labmenge. 
Einfluß der Zeit und der Temperatur: 
Beim Serum stieg die Hemmung mit der Zeit, während 
welcher die Mischung Lab-Hemmungskörper vor dem Zusatz 
der auf 37° vorgewärmten Milch aufbewahrt wurde, bis zu 
einem gewissen Maximum, und dieses Maximum fiel desto größer 
aus. bei je höherer Temperatur die Mischung .gehalten wurde. 
Die maximale Hemmung wurde in etwa */2 Stunde erreicht. 
Beim Eierklar habe ich auch ein Ansteigen der Hemmung 
mit der Zeit beobachtet, aber irgend welche obere Grenze der 
Hemmung habe ich auch nach 50 Minuten nicht sicher nacli- 
weisen können. Daß eine solche Grenze existiert, läßt sich 
wohl kaum bezweifeln. Der Einfluß der Temperatur ist sehr 
auffallend und zwar in demselben Sinne wie beim Serum. In 
bezug auf die Bedeutung der Zeit und der Temperatur mag 
folgender Versuch angeführt werden:
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.