Bauhaus-Universität Weimar

Über quantitative Bestimmung der Aminosäuren im Harne. 
Y"n ». 
V. Henrhjues. 
(Aus dem physidlupiM hcn Laboratorium «1er Jmrür/ÜMon und. lan.lwirtsrhaftli- h. il 
Horhschulr. Kopenhagen.| 
(Der f^rylaktinn' zijjropan'ßfn. am 31. Mürz iiniOj 
Has Vorhandensein yon Aminosäuren im Harne ist nicht 
nur während pathologischer Zustände nachgewiesen worden 
— auch im normalen Harne kommen Aminosäuren vor ; ob es 
sich hier nur um Glykokoll1) — die einzige Aminosäure, deren 
Nachweis im Harne gesunder Menscher bis jétzt gelungen ist — 
handelt, oder ob noch andere Aminosäuren vorhanden sind, 
müssen künftige Untersuchungen entscheiden. Was die quan¬ 
titative Bestimmung der gesamten Menge der Aminosäuren be¬ 
trifft, so finden sich in dieser Beziehung in der Literatur mehrere 
Vorschläge, unter denen der von Pfaundler angegebene am 
häufigsten zur Anwendung kommt.2) ; Es läßt sich indes wohl 
von keiner der bisher angewandten Methoden behaupten, daß 
sie völlig zuverlässige Besultate gebe, üöd ich habe deshalb 
versucht, ob man nicht imstande sein möchte, mittels der von 
S. P. L. Sörensen3) angegebenen Formoititrierung sicherere Er¬ 
gebnisse zu erzielen. Ich werde mich hier nicht näher auf die 
Einzelheiten dieser^ Titriermethode einlassen, sondern nur ins 
Gedächtnis zurückrufen, wie dieselbe sich darauf begründet, 
daß Zusatz neutralisierter Forrnollösung zur Lösung einer Amino¬ 
säure die Trennung der Amin- von der Säurefiinktion be- 
• *) Siehe u. a. Gustav Embden und Alfred Marx. Über das 
Glykokoll des normalen Harnes. Hofmeisters Beiträge, Bd. XI. 1008. 
*) Siehe hierüber: jE. C. van Leersum. Ausscheidung von Amino¬ 
säuren während der Schwangerschaft. Bioch. ‘Zeitschrift. Bd. XI.- 
3) S. P. L. Sörensen. Enzymstudien. BiOch. Zeitschrift. Bd VII. 
Hoppc-Seyler s Zeitschrift f. physiol. Chemie. LX. 1
        

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