Bauhaus-Universität Weimar

Scheidung einfach eine zufällige Folge unserer Versuchs¬ 
auordnung ist. Ohne die Fütterungsperioden wäre wahrsehein- 
li' li fias. Minimum ganz allmählich infolge fier fortschreitenden 
Kinschmelzung fies funktionierenden Protoplasmas oder lebende1!i 
( * eu ebsoi weißes auch erreicht worden; allmählich deshalb, 
weil der Protoplasmaschwund natürlicherweise kein sprung- 
hattcr ist. Dal) in unsern Versuchen ein stufenweiser Abfall 
fier N-Ausscheidung, vorhanden ist. wird also in erster Linie 
eine Folge «1er von uns gehandhabten Fütterungsweise sein 
h-h denke mir den Vorgang nun folgendermaßen: Wie schon 
früher bemerkt, haben wir in unsern llungerperioden nicht 
einen absoluten Hunger», sondern nur einen «Eiweißhunger 
da wir immer genügend große Mengen Fett und Kohlehydrate 
zugeführt haben. Voraussichtlich gerade infolge der Aufnahme 
dieser N-freieri Stoffe vermag der Eiweißumsatz sich nicht nur 
bis auf eine , gewisse geringe Stufe einzuschränken, sondern 
sich auch für s längere Zeit auf derselben verhältnismäßig 
konstant zu erhalten. 
Da jede Zufuhr Von Eiweiß den Eiweißumsatz steigert, 
so wird auch durch die geringen Eiweißmengen, die wir ge¬ 
füttert haben, der Organismus aus seinem Zustand herausge¬ 
rissen und der Eiweißumsatz in die Höhe getrieben werden 
allerdings nur in geringem Grade. Dabei vermag der Körper 
N zu retinieren. wenn körpereigenes Eiweiß gegeben wird, hin¬ 
gegen gerät er in N-Defizit, wenn er körperfremdes Ei weil 
erhält. Der in ersterem Falle retinierte und in die Zirkulation 
gelangende N wird wohl zu stabilem oder Zelleinschlußeiweiß 
regeneriert werden'können (wenigstens läßt sich bei den ge¬ 
ringen in Betracht kommenden Mengen nichts dagegen ein¬ 
wenden it und so ist es nicht ausgeschlossen, daß während der 
Fiitterungsperiode sich geringe Depots bilden können, die in den 
späteren Hungerperioden für den Eiweißumsatz mobilisiert werden 
\\ ie durch jede neue Eiweißzulage der Eiweißumsatz ein** 
Steigerung, so erfährt er bei Aufhebung der Eiweißzufuhr ein* 
Verminderung. Mag nun der Umsatz während der Fütterung.*3-- 
perioden noch so gering gewesen sein, sobald eine neue Hunger- 
periode eingeschaltet wird, sinkt der Umsatz infolge der Zu-
        

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