Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über die Bindung von Kohlensäure durch Alkohole, Zucker und Oxysäuren
Person:
Siegfried, M S. Howwjanz
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18818/6/
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i ber die Bindung von Kohlensäure durch Alkohole usw 381 
a) bei Hydroxylkörpern. welche optisch inaktiv sind, mit 
1(H) ccm eisgekühlten Kalkwassers ausgewaschen: 
b) bei Hydroxylkörpern, welche optisch aktiv sind, nicht 
ausgewaschen. 
1. Bei optisch inaktiven Körpern, welche sich nicht beim 
Erhitzen ihrer wässerigen Lösungen zersetzen, wird das Filtrat 
mit dem gleichen Volumen ausgekochten Wassers verdünnt 
(da Kalkhydrat in heißem Wasser Schwerer löslich ist. als in 
kaltem) und in einem mit nach abwärts gebogenen Natron¬ 
kalkrohr versehenen Erlenmeyer zum Sieden• erhitzt : nach 
dem Abkühlen wird das gebildete Calciumcarbonat auf ge¬ 
wogenem Gooch- oder Neu ha uer-Tiegel abgesaugt, mit 
Wasser gewaschen, bei 120° getrocknet und gewogen. 
2. Bei optisch inaktiven Körpern, weiche'sich beim Er¬ 
hitzen der wässerigen Lösungen verändern, wird wie unter a 
verfahren mit der Abänderung, daß das Filtrat nicht erhitzt, 
sondern zur vollständigen Abscheidung der abspaltbaren Kohlen¬ 
säure als Calciumcarbonat 12 bis lö Stunden bei gewöhnlicher 
Temperatur stehen gelassen wird. In diesem Falle ist die Ver¬ 
dünnung mit ausgekochtem Wasser nicht erforderlich. 
3. Bei optisch aktiven Substanzen wird das Filtrat in 
einen 100 ccm fassenden Maßkolben übergeführt und bis zur 
Marke mit ausgekochtem Wasser aufgefüllt. Die Hälfte der 
gut durchgeschüttelten Lösung, in der sich bereits Calciumcar¬ 
bonat abgesetzt hat, wird in einem mit Natronkalkrohr ge¬ 
schützten Erlenmeyer bei gewöhnlicher Temperatur 12 bis 
lö Stunden stehen gelassen, dann das ausgeschiedene Calcium¬ 
carbonat auf gewogenem Gooch- oder Neubauer-Tiegel 
abgesaugt, mit Wasser gewaschen, bei 120° bis zum konstanten 
Gewichte getrocknet und gewogen. 
Die andere Hälfte der Mischung wird sogleich mit 3° oiger 
Essigsäure aus der Bürette schwach angesäuert und im 4 dm- 
Rohr polarisiert. Aus dem spezilischen Drehungsvermögen und 
dem gefundenen Winkel a wird unter Berücksichtigung der 
durch den Essigsäurezusatz bewirkten Verdünnung die dem ge¬ 
fundenen Calciumcarbonat entsprechende Menge des Hvdroxvl-
        

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