Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis der Homologen des Arginins
Person:
Winterstein, E. Alb. Küng
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18797/6/
K. Winterslein und Alb, Kün2. 
Ilti 
V(,n Klehs angegebenen überein. Die a-ß-Dibrompropionsäure 
ist in zwei Modifikationen bekannt, nämlich in einer tafel¬ 
förmigen, bei f>4° schmelzenden, und in einer aus kompakten 
Prismen bestehenden Form, welche bei 510 schmilzt. Das nieder¬ 
schmelzende Präparat wird erhalten, wenn die höher schmel¬ 
zende Form über den Schmelzpunkt hinaus erhitzt wird. Letztere 
ist die beständigere und die erstere hat das Bestreben, in die 
beständigere Modifikation überzugehen. Fs wurden beide Säuren 
dargestellt und verwendet. Aus 145 g erhielten wir 110 g Säure, 
was einer Ausbeute von 71 °/o der Theorie entspricht. In zwei 
weiteren Versuchen konnte die Ausbeute auf 93°/« gesteigert 
werden, als das Filtrat der Säure nochmals einer Oxydation 
unterzogen wurde. 
Die Amidierung wurde im geschlossenen Rohre ausgeführl. 
indem wir je 10 g Dibrompropionsäure mit f>0 ccm einer bei 0° 
gesättigten wässerigen Lösung von Ammoniak während ö Stunden 
auf 110° erhitzten. Aus der gelben Lösung, die nur von wenigen 
Flocken durchsetzt war, wurde das Ammoniak auf dem Wasser¬ 
bade größtenteils vertrieben, die eingeengte Lösung mit Wasser 
verdünnt, eingedampft und diese Operation mehrmals wiederholt. 
Aus der konzentrierten Lösung schied sich das Bromhydrat 
der u-ß-Diaminopropionsäure beim Erkalten in nahezu farblosen 
Krystallen ab. Auf Zusatz von Alkohol schieden sich noch 
mehr Krvstalle ab. Durch wiederholtes Einengen der Lösung 
konnten noch geringe Mengen Substanz gewonnen werden. 
Es wurde aus heißem Wasser umkrystallisiert, in dem das Salz 
leicht löslich ist. Wir erhielten nierenförmige Krystalldrusen, 
die sich bei 223 -225° unter Aufschäumen zersetzten. Die 
Ausbeute war eine geringe, nämlich 15 g reines Produkt aus 
öOg Dibrompropionsäure, während K l e bs 2t)—28g. d. h.40—50° 0 
der Theorie angibt. 
In späteren Versuchen konnte die Ausbeute noch um 
einige Gramm gesteigert werden, sie blieb aber, auf reines, 
bromammoniumfreies Material bezogen, immer hinter den von 
Klebs erhaltenen Mengen zurück. 
Eine modifizierte Vorschrift zur Darstellung der a-ß-Dia- 
minopropionsäure wurde neuerdings von C. Neuberg und E.
        

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