Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über den Einfluß von Sauerstoffarmut auf die Kreatininausscheidung
Person:
Hoogenhuyze, C. J. C. van H. Verploegh
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18790/3/
Cber den F.influf> von SauerstofTarmnt usw 
m 
^iure. .die Acidität und das spezifische Gewicht bestimmten. 
Der Harn wurde unter Zusatz von Toluol und Chloroform auf¬ 
bewahrt und nach Rückkehr in Utrecht weiter untersucht. Nach 
Benedicts-und Myers1) Untersuchungen linden in so kurzer 
Zeit ja keine Veränderungen im Harn statt. Wir überzeugten 
uns hiervon, indem wir in Utrecht nochmals die Menge des 
Kreatinins und des Kreatins von einzelnen Portionen bestimmten. 
Wir fanden dann stets dieselben Zahlen wie vorhin. Auch 
haben wir hier in Utrecht den Harn ähnlich behandelt und 
denselben sofort und nach 3 Wochen untersucht. Stets landen 
wir dieselben Werte. Der Harn wurde nach Zusatz von Toluol 
und Chloroform kalt aufbewahrt und dann und wann kräftig 
geschüttelt. 
Die verschiedenen N-haltigen Stolle wurden bestimmt 
nach den früher angegebenen Methoden.-) Selbstverständlich 
wurden stets doppelte Bestimmungen gemacht. 
Da wir sehen wollten, ob in der Tat Sauerstoffarmut (‘inen 
Kinfluß hat auf die Kreatininausscheidung, wurde an einzelnen 
fagen reiner Sauerstoff eingeatmet. Wir verfuhren dabei fol¬ 
gendermaßen : 
Van Hoogen hu yze atmete nach 8 Tagen reinen Sauer¬ 
stoff, Verploegh nach î Tagen und zwar in dieser Weise: 
Kin aus einer tierischen Membran angefertigter Sack, mit einem 
Inhalte von 50 Liter, wurde mit reinem Sauerstoff gefüllt. 
Mittels eines Müllersehen Ventils sog die Versuchsperson den 
Sauerstoff bei geschlossenen Nasenlöchern durch den Mund auf. 
Die Atmungsluft wurde wieder durch ein Müllersches Ventil 
in einen Sack von 50 Liter Inhalt gesammelt. Wenn der erste 
Sack leer war, wurden beide gewechselt und also die Luft aus 
dem zweiten Sacke gesogen und nachher wieder in den ersten 
ausgeatmet. Dies geschah immer zweimal, so daß dieselbe- Luft 
dreimal aulgesogen wurde. Professor R. F Fuchs aus Erlangen 
hatte die Liebenswürdigkeit, eine Analyse der zum dritten Male 
ausgeblasenen Luft zu machen. Er fand darin 2.0% CO, Man 
'i Benedict and Myers, Amer. Journal of Plivsiol . Bd. Will. 
1907. S: H97. 
*! Diese Zeitschrift. Bd. LVII. I90N. S. Dll.
        

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