Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zum Nachweis der unterphosphorigen und phosphorigen Säure in Organen
Person:
Ehrenfeld, R. W. Kulka
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18785/6/
B. Ehrenfeld und W. Kulka, 
»8 
phosphoriger Säure, phosphoriger Säure, Kaliumhypophosphit 
und Natriumphosphit mit Nierenextrukt (aus Schweinsniere oder 
KalLsniere durch mehrtägiges Auslaugen mittels reinem Wasser 
gewonnen) successive auf ein gemessenes Volumen verdünnte 
und in jedem Falle 1 ccm hiervon im Kohlensäurestrome am 
Wasserbade im Porzellanschiffclieii abdampfte, wobei der Ab¬ 
dampfrückstand im Kohlensäurestrome erkaltete und sofort der 
Zersetzung durch Glühen in dem obenskizzierten Apparate zu¬ 
geführt wurde. Fs wurden folgende Minima festgestellt : 
1. l'nl(*rjihüS|diorig(‘ .Säure: 0.17 mg entsprechend 0,08 mg Phosphor 
2. Kaliumhypophosphit : 0,17 » > 0,08 » 
•'». Phosphorite Säure: 0.52 » >. 0,2 
». Natriumphosphit : 2,03 « 0.5 » 
Zugleich wurden die Minimumversuche 1 und B derart 
wiederholt, daß Kaliumhypophosphit-, resp. Natriumphosphit- 
lösungen in Mischungen mit Nierenextrakt im Kohlensäurestrome 
eingedampft und nach dem Frkalten im gleichen Gasstrome der 
Abdampfrückstand mit einem Tropfen Salzsäure befeuchtet und 
neuerdings in dieser indifferenten Atmosphäre zur Trockene ge¬ 
hracht wurde. Die systematische Verringerung der Kaliumhypo¬ 
phosphit- resp. der Natriumphosphitmengen ergab die gleichen 
Minima wie bei Anwendung der freien Säuren in den Ver¬ 
suchen 1 und B. Das Minimum der phosphorigen Säure und des 
Phosphite liegen ganz folgerichtig viel höher als das Minimum der 
unterphosphorigen Säure und des Hypophosphits, da nach den 
bezüglichen Zersetzungsgleichungen*) das stöchiometrische Ver¬ 
hältnis im ersteren Falle ■ ''-™s , im letzteren Falle T^--- be- 
1 t'jt 2 H..I ( 
trägt und das Analoge für die beiden Salze gilt. Überdies verrät 
sich die Anwesenheit auch noch geringerer Mengen, als durch 
die Minima angegeben sind, in der Wasserstoffflamme durch das 
Auftreten einer kräftig dunkelgrün leuchtenden Spitze, wozu 
nicht selten ein tief dunkelvioletter Kegel an der Flammenbasis 
tritt, der zugleich mit der grünleuchtenden Spitze vorübergeht. 
nach der Methode derselben Autoren in Ber. d. Deutsch; ehern. Ges.. 
Bd. XXXV. S, :Wi91. 
0 Siehe S. D».
        

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