Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Über einen eigenartigen phosphorhaltigen Bestandteil des Blätter von Ricinus. VI. Mitteilung: Über Phosphatide
Person:
Winterstein, E. L. Stegmann
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18774/2/
ü28 E. Winterstein und E. Stegmann, Über Phosphatide. VI. 
besaßen, wurden in einem Thörnersehen Extraktionsapparat 
portionenweise je 2—3 Tage mit Äther bei 30—350 extrahiert. 
Die ätherischen Extrakte wurden nach längerem Stehen vom 
Ausgeschiedenen durch Filtration getrennt, der Äther abdestilliert, 
wobei ein grüner, halbfester Rückstand verblieb. Dieser Rück¬ 
stand wurde mit Alkohol ausgekocht, nach dem Erkalten wurde 
die Flüssigkeit vom Ungelösten getrennt. Der nun verbliebene 
nahezu feste Rückstand löste sich im Äther vollständig auf, 
aus der ätherischen Lösung schied sich auf Zusatz von Alkohol 
eine klebrige und eine nahezu weiße pulverige Masse aus, welche 
einigermaßen mechanisch getrennt werden konnte. Der klebrige 
Rückstand wurde wieder in warmem Äther gelöst und aber¬ 
mals mit Alkohol gefällt, die Fällung mit absolutem Alkohol 
gewaschen, sodann mit absolutem Alkohol ausgekocht, im Exsik¬ 
kator getrocknet. Man erhält so eine schwach gelbgrünlich 
gefärbte Masse, welche einen Phosphorgehalt von 5,27 o/0 und 
einen Calciumoxydgehalt von 6,74 °/o besitzt. 
0,5383 g Trockensubstanz gaben 0,1020 g Mg2P207 und 
0,0363 g CaO. 
Die Substanz löst sich nach dem Trocknen im Exsikkator 
beinahe gar nicht mehr im Äther auf. Sie liefert beim Kochen 
mit Säuren keinen Zucker. Kocht man sie längere Zeit mit 
6 °/o iger Schwefelsäure, so scheidet sich eine ölige Masse aus, 
welche nach dem Erkalten fest wird; diese nach Fettsäuren 
riechende Masse löst sich im Äther nun leicht auf.
        

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