Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Beiträge zur Kenntnis der Katalyse des Blutes
Person:
Lockemann, G. J. Thies H. Wichern
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18761/22/
Beiträge zur Kenntnis der Katalase des Blutes. 
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Schwefelsäure versetzten und titrierten. (Tab. Va und Vb, 
Tab. Via: D.) Bei einigen Serien verfuhren wir auch derart, 
daß wir nicht jedesmal die ganze Menge der einzelnen Kata¬ 
lasenmischungen zur Titration benutzten, sondern (Tab. Via: E; 
VI b : Fa und Ga) in größeren Gefäßen die doppelten Mengen 
(20 ccm Blut -f- 60 ccm H202-Lösung) ansetzten und zu be¬ 
stimmten Zeiten 20 ccm herausnahmen ; je ein Kontrollversuch (b), 
in der gewohnten Weise angesetzt, blieb dann bis zum Schluß 
stehen. Innerhalb der einzelnen Serien (A, B usw.) wurden immer 
für die verschiedenen Versuche dieselben Blutlösungen benutzt. 
Einzelne Proben von je 10 ccm H202-Lösung wurden bei 
den entsprechenden Temperaturen die gleiche Zeit über gehalten, 
alsdann der Titer bestimmt und dieser Wert bei der Berechnung 
der Katalasenzahlen und der Reaktionsgeschwindigkeits-Kon¬ 
stanten (hier allerdings durchaus nicht konstant) zugrunde gelegt. 
Aus den in den Tabellen Va und Vb aufgeführten Ver¬ 
suchen geht folgendes hervor: 
Innerhalb der ersten halben Stunde ist ein Ansteigen der 
Reaktionsgeschwindigkeit mit steigender Temperatur von 00 bis 
zu 20—250 zu bemerken ; bei höherer Temperatur nimmt sie 
schnell ab. In der zweiten halben Stunde geht die Steigerung 
nur bis zu 10°, und bei diesen Temperaturen (0—10°) bleibt 
die Reaktionsgeschwindigkeit dann innerhalb dreier Stunden 
ziemlich konstant. Am größten ist sie immer in den ersten 
10—15 Minuten. Innerhalb dieser Zeit tritt auch bei den höheren 
Temperaturen (bis zu 40°) eine gewisse Katalasenwirkung ein; 
dann ist aber die Wirksamkeit so gut wie vernichtet unter dem 
doppelten Einfluß der Wärme und der oxydierenden Superoxyd¬ 
wirkung. Für die Temperaturdifferenz von 0 bis 10° berechnen 
sich die Temperaturkoeffizienten (Tab. Va) zu 1,507—1,689 (A), 
bezw. zu 1,250—1,702(B), also ungefähr gleich dem vonG. Sent er 
bei viel größeren Verdünnungen gefundenen Werte (1,5). Die 
Temperaturkoeffizienten für das Intervall 10°—20° haben nur 
für die ersten 30 Minuten einen Wert, der größer als 1 ist, 
alle anderen zeigen, wie sich schon aus den vorhergehenden 
Erörterungen ergibt, eine Abnahme der Reaktionsgeschwindig¬ 
keit an. Als Temperatur optimum für die Katalasenreaktion in
        

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