Bauhaus-Universität Weimar

Beiträge zur Kenntnis der Autolyse. 
Von 
Dr. S. Yoshimoto ans Tokio (Japan). 
Au.^ der ohemischen Abteilung des Pathologischen Instituts der Universität Berlin.) 
(^Der Redaktion zugegangen am 24. Dezember 1908.) 
I. Über den Einfluß der Kohlensäure auf die Autolyse. 
Nachdem zuerst Bi on di1) gezeigt hatte, daß die Autolyse 
(der Leber) durch leichte Ansäuerung des Chloroformwassers (auf 
1 1 kamen im ganzen 3 ccm Salzsäure von 1,124 D = 0,84 HCl 
zur Anwendung) auf mehr als das Doppelte gesteigert wird, 
wurde dieser Befund von Hedin uud Bowland2) sowie von 
Hedin3) für verschiedene Organe bestätigt und dahin erweitert, 
daß die Steigerung auch dann eintritt, wenn die zuerst mit 
Säure behandelte Autolysemischung nachher alkalisiert wird. 
Zu demselben Resultat gelangten Levene undStookey4) für 
das Nervengewebe unter Anwendung von Essigsäure. Weiterhin 
hat dann Arinkin5) die Wirkung verschiedener Säuren (Salz¬ 
säure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Milchsäure und Bernstein¬ 
säure) bei verschiedenen Konzentrationen systematisch unter¬ 
sucht und gefunden, daß sie alle die Autolyse befördern (am 
meisten dem Äquivalentgewicht nach die Milchsäure), sowie 
ferner, daß es für jede Säure ein bestimmtes Optimum gibt, 
über welches hinaus sie — offenbar durch Schädigung des 
proteolytischen Fermentes — nicht steigernd, sondern verzögernd 
0 Virchows Archiv, Bd. CXLIV, S. 373 (1896). 
2) Diese Zeitschrift, Bd. XXXII, S. 531 (1901). 
3) Zentralblatt f. Physiologie, Bd. XIX, S. 349, u. Journal of Physiol., 
Bd. XXX, S. 155. 
4) Biochem. Zentralblatt, Bd. II, S. 119. 
5) Diese Zeitschrift, Bd. LIII, S. 192.
        

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