Bauhaus-Universität Weimar

Über die Gegenwart von Proteinsäuren im Blute. 
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Wie aus der Tafel IV ersichtlich ist, wies diese aus Blut¬ 
serum erhaltene Säure im Kohlenstoff-, Wasserstoff- und Schwefel¬ 
gehalt eine beinahe vollkommene Übereinstimmung mit Oxy- 
proteinsäure auf. Sie enthielt nur im Vergleich mit der letzteren 
etwas weniger Stickstoff. Auch in sonstigen Eigenschaften, ins¬ 
besondere durch die Fähigkeit an der Luft zu zerfließen, war 
dies Baryumsalz dem oxyproteinsauren Baryum durchaus ähnlich. 
Quantitative Bestimmung von Proteinsäuren im Blute. 
Der Methode der quantitativen Bestimmung dieser Ver¬ 
bindungen im Blute wurde in zwei Fällen das bei ihrer Ge¬ 
winnung befolgte Verfahren zugrunde gelegt. Es wurde näm¬ 
lich wie folgt vorgegangen: 11 Serum wurde nach der 5 fachen 
Verdünnung mit Wasser vom Eiweiß mittels Ansäuern mit Essig¬ 
säure, Kochen und Filtrieren durch einen Büchner sehen Trichter 
befreit. In dem Filtrat samt dem Waschwasser zeigte die 
He 11 er sehe Probe nur Spuren von Eiweiß. Nachdem diese 
Flüssigkeit unter vermindertem Druck bis zu einem bekannten 
Volumen (400 ccm) eingedampft worden war, wurde ein Teil 
(100 ccm) der Flüssigkeit zur Stickstoffbestimmung verwendet, 
der andere (300 ccm) zur Isolierung der Proteinsäuren. Zu 
diesem letzteren Zweck wurde zur gemessenen Menge Flüssig¬ 
keit Quecksilberacetat und Natriumcarbonat bis zum Gelbwerden 
des Niederschlages zugesetzt. Nach genauem Waschen wurden 
die den Niederschlag bildenden Quecksilbersalze in bekannter 
Weise, jedoch unter quantitativen Kautelen, in Baryumsalze 
umgewandelt. Die Lösung dieser Baryumsklze wurde in vacuo 
bis auf einige Kubikzentimeter konzentriert und mit einem viel¬ 
fachen Volumen einer Alkoholäthermischung (2 : 1) versetzt. Die 
ausgefällten Baryumsalze wurden, nach dem Auswaschen mit ab¬ 
solutem Alkohol, in Wässer gelöst und im Kj eldahlsehen Kolben 
behufs Bestimmung des Stickstoffs mit Schwefelsäure zersetzt. 
In einem Falle wurde außerdem in einem Teil (100 ccm) 
des eiweißfreien Blutserumfiltrates noch eine Stickstoffbestim- 
mung im Quecksilberacetatniederschlag ausgeführt. 
Außerdem wurde eine Bestimmung der Proteinsäuren noch 
nach einem anderen Verfahren ausgeführt, welches darin gipfelte,
        

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