Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Der Einfluß der Verabreichung von Salzsäure auf die Zusammensetzung des subkutanen Bindegewebes bei Kaninchen
Person:
Staal, J. Ph.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18734/11/
Verabreichung von Salzsäure an Kaninchen. 
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Nackenschlag getötet und die Haut wurde möglichst schnell 
abgestreift. Die Haut wurde in Scheiben geschnitten und diese, 
aufeinander gehäuft, in einer Buchnerschen Presse während 
24 Stunden ausgepreßt (250 Atm.). Die in dieser Weise ge¬ 
wonnene Flüssigkeit wurde, wie auch das Serum des der Ca¬ 
rotis entzogenen Blutes, auf ihre Zusammensetzung untersucht. 
Im allgemeinen war die Flüssigkeitsmenge, welche aus 
der Haut der Säurekaninchen gepreßt werden konnte, geringer 
als die aus der Haut normaler Kaninchen. Die aus der Haut 
gepreßte Flüssigkeit werde ich in dieser Arbeit mit dem Namen 
«Hautsaft» bezeichnen. 
Von allen Hautsäften und Seris ist die Gefrierpunktser¬ 
niedrigung (A) bestimmt, und zwar mit dem Dekhuyz en sehen 
Kryoskop,1) mit welchem man rasch und angenehm arbeiten 
kann. Immer habe ich drei Bestimmungen gemacht und das 
Mittel dieser (immer gut übereinstimmenden) Befunde als die 
wahre Gefrierpunktserniedrigung angemerkt. Zuvor habe ich 
immer den Nullpunkt des Thermometers festgestellt (das Mittel 
dreier Gefrierpunktsbestimmungen destillierten Wassers). Die 
Temperatur des Kühlbades war — 2,50 C. ; als Thermometer 
diente ein von der physikalisch-technischen Reichsanstalt in 
Charlottenburg geeichter Beckmann scher Thermometer. 
Von mehreren Hautsäften und Seris habe ich auch die 
spezifische Leitfähigkeit (k) bestimmt in der Weise, wie es 
von Hamburger2) beschrieben ist; dabei habe ich seine 
Widerstandsgefäße benutzt. Die hier mitgeteilten Resultate sind 
die Mittelwerte aus je drei Bestimmungen mit einem Wider¬ 
stand R = 100 und R = 500 Ohm. Die Temperatur des 
Thermostaten betrug 25° C. (Ostwalds Thermoregulator); die 
Kapazität der Widerstandsgefäße bezw. 2,473 und 2,628. Diese 
wurde bestimmt mit Oio-Normal-KCl-Lösung, bereitet aus ge¬ 
glühtem, zweimal umkrystallisiertem Chloratum Kalicum puris- 
simum krystallisatum und ausgefrorenem destilliertem Wasser. 
0 M. C. Dekhuyzen, Ein Kryoskop; Biochem. Zeitschr., Bd. XI, 
S. 346. 
2) H. J. Hamburger, Osmotischer Druck und Ionenlehre, Bd. I, 
S. 98 und folg.
        

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