Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Physiologie und Pathologie der Magenverdauung
Person:
Cohnheim, Otto Georges L. Dreyfus
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18731/24/
Zur Physiologie und Pathologie der Magenverdauung. 73 
sich bei der Aciditätsbestimmung offenbar, und stärkere Ab¬ 
weichungen ergaben sich bei diesen Versuchen nicht. 
Wir haben dann die Entleerung des Magen zu verzögern 
gesucht, indem wir in die Duodenalfistel des Hundes mit 1 Ka¬ 
nüle Gummiballons einführten und durch ihr Aufblasen den 
Weg ins Freie, wie den Weg in den Darm versperrten. Dabei 
kam es (s. o.) infolge der Ballonwirkung auch bei schwachem 
Aufblasen nach einiger Zeit zu Erbrechen. 
Versuch 32. 
Probefrühstück. Beginn der Sperrung 25 Minuten nach¬ 
her, Ende 50 Minuten später: 
25 Minuten. Erbrochenes. 42 Ges.-Ac., 15 freie HCl. 
50 » » 68 » 40 » » 
60 » Kanüle. 60 » 45 » » 
Versuch 33. 
Probefrühstück. Sperrung von der 25. bis 60. Minute. 
60 Minuten. Kanüle. 70 Ges.-Ac., 50 freie HCl. 
Versuch 34. 
Probemahlzeit. Von der 2. bis 3. Stunde Sperrung. 
2 St. 30 Min. Erbrochenes. 57 Ges.-Ac., — 35 HCl-Defizit. 
2 » 50 » » 58 » — 28 » 
3 > — » Kanüle. 82 > — 5 » 26 mg N in 10 ccm. 
Versuch 35. 
Probemahlzeit. Sperrung von 75 Minuten bis 3 Stunden. 
3 Stunden. Kanüle. 102 Ges.-Ac., Spur freie HCl. 
Die Aciditäten sind also entweder normal, oder sie zeigen 
«ine Steigerung der freien Salzsäure, weil sich der Magensaft 
im Magen ansammelt. Eine genauere Analyse wurde durch 
das Erbrechen unmöglich, und erübrigte sich, da Weintraud1) 
vor Jahren schon dife Wirkung eines Hindernisses am Pylorus 
auf den Magen untersucht hat. Er verengte bei Hunden den 
Pylorus durch ein Gummiband mehr oder weniger, und beo¬ 
bachtete dann die Ansammlung flüssiger Massen im Magen, 
Ektasie des Magens, Erbrechen, Behinderung der Resorption usw. 
0 W. Weintraud, 16. Kongr. f. innere Medizin, 1899.
        

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