Bauhaus-Universität Weimar

Über Molybdänverbindungen des Lecithins. 93 
dampfrückstand, der, mit einem Tropfen konzentrierter Schwefel¬ 
säure und Alkohol erwärmt, die blaue Farbe des Molybdänoxyds 
lieferte. Schon beim Schütteln mit diesem so verdünnten Al¬ 
kohol entsteht eine opalisierende, grünlich gefärbte Lösung, die 
beim Kochen am Rückflußkühler mit schön grüner Farbe sich 
klärt. Noch leichter entsteht die grüne opalisierende Lösung 
beim Schütteln mit organischen Lösungsmitteln wie Benzol, 
Petroläther, Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff u. ä. 
III 
Schließlich wurde versucht, die alkoholische Lecithinlösung 
mit rein wässerigen Lösungen des Ammonmolybdats zu fällen. 
Wird zu einer Auflösung von 5 g Ammonmolybdat in 100 ccm 
Wasser die Hälfte des Volumens an absolutem Alkohol hinzu¬ 
gefügt. dann scheidet sich der größte Teil des gelösten Stoffes 
aus. Daher wurde die Fällung so vorgenommen, daß die wässerige 
Ammonmolybdatlösung zur alkoholischen Lecithinlösung tropfen¬ 
weise und unter Umschütteln hinzugebracht wurde, wobei das 
Lecithin stets im großen Überschuß vorhanden sein mußte. In 
einem Falle wurde zur alkoholischen Leeithinlösung eine Auf¬ 
lösung von 4 g Ammonmolybdat in 30 ccm Wasser, im zweiten 
Falle eine solche von 14 g Ammonmolybdat in 100 ccm Wasser 
in der Art hinzugefügt. Die entstehenden Produkte waren in 
l eiden Fällen identisch und stellten rein weiße, krystallinische 
Niederschläge dar. Über der Pumpe mittels absoluten Alkohols 
leeithinfrei gewaschen und im Vakuum über Schwefelsäure zur 
Gewichtskonstanz getrocknet, lieferten sie im Mittel folgende 
Analvsenresultate :1i 
Gefunden: 
Mo03: 76.56 
X: 6,61V. 
Berechnet für 5' NH4 6Mo,Oj. ' • C+, : 
Mo03: 76.63 V/ 
X : ■ 6.63;J». 
Berechnet für 5' XH4 ,Mo:024> iC«H>,0*XP): 
MoOj : 76.02 C;>., 
X: 6.34? -G / 
l) Es mag erwähnt werden. daf> auch versucht wurde, den Yer- 
avr hungsrückstand der Verbindungen in Ammoniak zu lösen, mit Salz- 
'iure zu übersättigen und das Molybdän titrimetrisch nach der Methode 
n v. d. Pfordt en Berichte d. Deutschen ehern. Gesellsch.. Bd. XV. 
" 1925) mittels Kaliumpermanganat zu bestimmen, wobei stets viel zu 
niedrige Resultate erhalten wurden, worüber hoch Versuche im Gange sind.
        

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