Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage nach der Identität der Pepsin- und Chymosinwirkung
Person:
Hammarsten, Olof
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18714/46/
Zur Frage nach der Identität der Pepsin-, und Chymosinwirkung. 63 
Versuch 3. Kalbsinfusion 0,163° * feste Stoffe, 0,2 °;o HCl. Nach 
der Neutralisation mit Lauge koagulierte sie die Milch in etwa 50 Se¬ 
kunden. Nach Erwärmung auf 41— 43° 10 Stunden: Gerinnung in 21 Mi¬ 
nuten; nach neuen 6 Stunden bei 43—4-4°: Gerinnung in 42 Minuten. Es 
wurde nun 11 Stunden bei 43—45° C. erwärmt, also insgesamt 27 Stunden. 
Nach der Neutralisation mit Alkali: keine Milchgerinnung in ß Stunden ; 
nach der Neutralisation mit CaC03: Koagulation in gegen 4 Stunden. 
Verdauung nach Mett 24 Stunden bei 37—38° C 
Kontrolle 1,8—2 mm = 3,01. 
Erwärmt 0,8—1 * = 0,81. 
In diesem Versuche fanden sich also noch Spuren von 
Chymosin, indem die erwärmte Probe nach der Neutralisation 
mit CaC03 in gegen 4 Stunden koagulierte. Die mit Alkali 
neutralisierte Kontrollprobe koagulierte aber die Milch in 50 Se¬ 
kunden oder rund in einer Minute. Vergleicht man hiermit 
das Quadratverhältnis der Verdauung «rund) 4,5 : 1, so tritt 
der vollständige Mangel an Parallelität der beiden Enzym¬ 
wirkungen klar zutage. 
Versuch 4. 0,170 ®/o feste Stoffe. 0.2°,o HCl. Die nicht erwärmte, 
mit Alkalilauge neutralisierte Kontrollprobe koagulierte dm Milch in 11 * Mi- 
nUen. Erwärmung 7 Stunden bei — 45 und 2 Stunden bei — 47° C. 
Miichgerinnung nach 2 Stunden 20 Minuten. Neue Erwärmung bei 44—45° G. 
während 3 Stunden. Milchgerinnung (nach der Neutralisation mit Alkali 
and nicht in ß stunden statt: die rnit CaC03 neutralisierte Infusion koa- 
giiiierte die Milch in l3/4- Stunden. Nach neuem Erwärmen auf 44—45° 
3 stunden, also insgesamt 15 Stunden, koagulierte die mit CaC03 neu- 
:::üi.>ierte Infusion nicht die Milch in 7 Stunden. 
Verdauung nach Mett bei 3S-30" C. während 20 Stunden. 
Kontrolle 2.2 mm = 4.8. 
Erwärmt 1.2 > = 1.4. 
Nach einer 15 Stunden dauernden Erwärmung auf 44—45°, 
meistens 45°, und einem 2 ständigen Erwärmen auf — 47° C.. 
‘,,ar ä.lso die Infusion dermaßen frei von Chvmosin geworden, 
mif; sie nach der Neutralisation mit CaCo3 die Milch nicht in 
‘ Munden verlabte. Die Pepsinwirkung war dagegen nicht 
?anz auf V4 des ursprünglichen Wertes herabgesetzt worden. 
A--o auch hier ein vollständiges Auseinandergehen der beiden 
h .zymwirkungen. 
Gegen die nun mitgeteilten Versuche'kann man die Ein-, 
1 endung machen, daß ich mit Natronlauge oder mit CaC03
        

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