Bauhaus-Universität Weimar

502 
L. de Jager, 
PA 
Gehalt an anderen Säuren 
nach einfacher nach meinem 
Titrierung Verfahren 
Ausgeschiedenes 
Ammoniak 
2.818 
14.28 
7,76 
0,714 
8.008 
10,85 
3,02 
0,663 
3,155 
15.87 
10,30 
0,763 
8.854 
19.84 
11,60 
0,756 
2.980 
16,28 
17,98 
0,889 
gleich mit den anderen sauren Körpern zunehmen wird und 
nicht die Phosphatausscheidung, dessen Menge, wie oben ge¬ 
sagt, beschränkt wird durch den Gehalt des Blutes an P205. 
Der exzessiv hohe Gehalt an NH3 am fünften Tage trifft 
zusammen mit einem exzessiv hohen Säuregehalt, während 
gerade an diesem Tag der P205-Gehalt niedrig erscheint, viel¬ 
leicht eine Folge des hohen Gehaltes an P203 am vorigen Tag. 
Bei einfacher Titrierung trifft der höchste Säurewert zusammen 
mit dem größten Gehalt an Phosphorsäure, wie aus der Gleichung 
a -j- x -|- l*/s y -f- 11 /3 z zu erwarten war. 
Wie ich oben (S. 485) angeführt habe, wird in einem 
Harn mit einem mittleren Gehalt an P205, CaO und MgO die 
durch einfache Titrierung gefundene Zahl für die Phosphate 
einen um 12,8 °/o zu hohen Säurewert ergeben. Wie groß 
dieser Fehler tatsächlich ist, kann aus den angeführten Tabellen 
P 0 
bestimmt werden. Man kennt den Säurewert des P^O- = —* -0 
und die zur Neutralisation anderer saurer Körper erforderliche 
Menge NaOH = a. Subtrahiert man diese letztere von der als 
Acidität nach Vozärik gefundenen, so ist diese Zahl höher 
als die aus dem P205-Gehalt berechnete. Ich fand am ersten 
Tag eine Acidität von 54 ccm n-NaOH (Kolonne I). Für das 
Phosphat ist davon erforderlich 54 — 7,76 •= 46,24 ccm (Kol. 1 
— Kol. V). Um alles Phosphat in einfach saures zu ver¬ 
wandeln, hätten 39,62 ccm genügt, also 6,62 ccm weniger 
(46,24 — 39,62). Der Säurewert der Phosphate wird also 
um 662 : 39,62 = 16,7 °/o zu hoch gefunden. Für die ange¬ 
führten 11 Tage ist dieses Verhältnis 16,7, 16,9, 12,5, 17,4,
        

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