Bauhaus-Universität Weimar

Über die Kohlenhydratgruppe in der Nueleiusäure. Ill 
war ein Körper zurückgeblieben, der noch fast die gesamte 
Phosphorsäuremenge in organischer Bindung enthielt. Dieser 
Körper reduziert nun kräftig Fehlingsche Lösung und dreht 
die Ebene des polarisierten Lichtes nach rechts. 
Eine quantitative Bestimmung durch Titration ist mir hier 
ahcr ebensowenig wie in dem Versuch mit Nuclease gelungen, 
desgleichen habe ich bisher mit Phenylhydrazin keine Vor- 
bindung bekommen. 
Der negative Ausfall dieser Versuche ist vielleicht darauf 
zutiiekzuführen, daß das Kohlenhydrat noch die Phosphor¬ 
säure in ihrem Molekül gebunden hält. 
Von Gamgee und Jones1) ist mitgeteilt worden, daß 
die Xudeoproteide rechtsdrehend sind. Es würde nun die ein¬ 
fachste Erklärung dieser Rechtsdrehung sein, sie auf das Kohlen- 
hydrat der Nueleinsäure zu beziehen und in diesem letzteren 
etwa Glukose zu vermuten. Hierfür fehlt freilich noch ein exakter 
beweis, ja die Beobachtung, daß die Epizuekersäure2) optisch 
inaktiv ist, würde dagegen sprechen, wenn man nicht an- 
nelimen wollte, daß die zuerst entstandene d-Zuckersäure durch 
die Manipulationen bei ihrer Isolierung racemisiert wäre. 
Das eigenartige Verhalten der reduzierenden Gruppe müßte 
man wohl so erklären, daß sie ursprünglich im intakten Mo- 
äknl der Nueleinsäure irgendwie mit den Alioxurbasen ver¬ 
bunden ist und daß sie nur unter ganz bestimmten Bedingungen 
bei der Abtrennung der Alioxurbasen als solche erhalten bleibt 
dazu scheint eine einfache hydrolytische Spaltung wie die mit 
Schwefelsäure nicht geeignet zu sein: hier wird die reduzierende 
binppe sofort weiter verändert. 
Die Untersuchungen werden von mir fortgesetzt. 
' Beiträge zur diem. Physiol, u. Pathol.. 
') II. Sleudel, Diese Zeitschrift, Bd. L 
Bd Mil, S. H. 
Bd. IV. lieft 1/2. 
•S. 538.’; Btl. Ul, S. (lg;
        

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