Bauhaus-Universität Weimar

Über das Verhalten des Sajodins im Organismus. 
Von 
Tierarzt Georg Basch. 
(Aus den. chemischen Laboratorium des pathologischen Instituts der Universität Koriin.. 
(Der Redaktion zugegangen am 17. März 1908.) 
In seinen Veröffentlichungen über das Verhalten von Jod- 
fetten im Organismus liât Winternitz1 3)*) die Vorzüge be¬ 
leuchtet, welche diese Jodverbindungen bei innerer Darreichung 
im Vergleich zu den Jodalkalien besitzen. Nach seinen Unter¬ 
suchungen wird Jodipin, ein Jodfett, welches durch Einwirkung 
von Jodmonochlorid auf Sesamöl erhalten wird, nur zum kleinen 
Teil im Darm gespalten und dementsprechend sehr wenig Jod 
im Darm bereits an Alkali gebunden. Der größte Teil des 
Jodipins wird als jodierte Fettsäure vom Organismus aufge- 
nommen, im Körper als Jodfett angesetzt, allmählich oxydiert 
und im Verlaufe von 8—10 Tagen durch den Harn ausge¬ 
schieden. Dadurch wird die Jodwirkung des Jodfettes nach¬ 
haltiger, das Eintreten von Jodismus erschwert, und man kann 
das Jodipin längere Zeit und in größeren Dosen verordnen, 
ohne die herzschädigende Nebenwirkung der Jodalkalien be¬ 
rücksichtigen zu müssen. 
Da man auch in der Veterinärmedizin; das Jodipin mit 
vielem Erfolge zu verwenden pflegt, so habe ich, nachdem 
E. Fischer und J. v. Mering*) im Jahre 1906 ein neues 
Jodfettpräparat, das Sajodin, in die Therapie eingeführt haben, 
auf Veranlassung des Herrn Prof. E. Salkowski das Ver- 
l) H. Winternitz, Über das Verhalten von Jodfetten im Organis¬ 
mus und deren therapeutische Verwendung. Deutsche med. Wochen¬ 
schrift. 1897. 
a) Winternitz, Über das Verhalten von Jodfetten im Organis¬ 
mus, Diese Zeitschrift, Bd. XXIV, S. 4T4. 
3) F. Fischer und J. v. Mering, Über eine neue Klasse von jod¬ 
haltigen Mitteln, Medizin. Klinik, 1906. Nr. 7.
        

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