Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis des Mechanismus der Guajakreaktion nebst Bemerkungen zu den sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen
Person:
Carlson, C. E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18689/22/
Zur Kenntnis des Mechanismus der Guajakreaktion. 
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erweisen, nämlich daß ein «Oxydationsprozeß* mit Wasser- 
bruchteilen vor sich gegangen ist, so würde diese Beobachtung 
nicht ohne wesentliche Bedeutung für die Auffassung von einer 
ganzen Keihe chemischer Prozesse hei den Organismen sein. 
I« li lasse deswegen hierüber einige Andeutungen folgen. 
Da die außerordentlich wichtige Rolle ja bekannt ist. die 
Sauer- und Wasserstoff im Pflanzen- wie im Tierleben spielen 
abgesehen von einer geringen Anzahl andrer Kl einen te, machen 
ja Sauer- und W asserstoff die niemals fehlenden Bestandteile 
in sozusagen fast allen innerhalb des Organismus gebildeten 
organischen Vereinigungen aus —, kann man die Frage auf- 
wnTen: ln welcher Weise macht sielt die lebende Zelle aus 
iluvr Umgebung diese für ihre Entwicklung notwendigen Grund¬ 
stoffe zunutze? 
Es ist klar, daß außer dem Sauerstoffe der Luft das Wasser 
das vornehmste Baumaterial abgeben muß, ohne welches ja 
weder Tier noch Pflanze zu leben vermag. 
Anderseits liegt es klar auf der Hand, daß die Organismen 
vor allem die Pflanzen — die Tierwelt hat ja ihre Existenz 
«len innerhalb der pflanzlichen Organismen gemachten Synthesen 
zu danken — sich nicht vom Wasser als solchem aufbauen 
können, ebensowenig wie ein Gebäude aufgeführt.'werden kann' 
v'-tf Felsgestein, ohne daß es zerslückt wird, sondern die Brucli- 
>t«icke des Wassers müssen auf die eine oder andre W"eise im 
Laboratorium der Pflanze zugänglich, ich möchte,sagen «mund¬ 
gerecht» gemacht werden, damit eine Synthese überhaupt zu¬ 
stande kommen kann. 
Da ich nun glaube, bewiesen zu haben, daß Guajakharz, 
rine in der Pflanzenwelt gebildete Substanz, eine wesentliche 
Beeinflussung erfährt bei der Umsetzung von Säuren und Basen 
miteinander, so ist anzunehmen, daß die Natur diese Methode 
ni' ht verschmäht für den Aufbau oder eventuell auch Abbau 
solcher Substanzen, die für die harmonische Entwicklung des 
brbens nötig sind. 
Es sind demgemäß die durch Umsetzung der Säuren und 
Ihtsen frei gewordenen Elemente des Wassers, Sauerstoff und 
Wasserstoff, die hierbei in Frage kommen. Daß ein derartiger
        

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