Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Kenntnis des Mechanismus der Guajakreaktion nebst Bemerkungen zu den sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen
Person:
Carlson, C. E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18689/11/
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C. E. Carlson. 
wurden eben tails Versuche mit Eisenhydroxydul angestellt. Kiseii 
ist ja wie Zink ein Wasserstotî deplazierendes Metall. 
Da Eisenoxydul infolge der Leichtigkeit, mit der es oxy¬ 
diert. an der Luft in freiem Zustande nicht kann dargestellt 
werden, so wurde der Versuch etwa folgendermaßen zur Aus¬ 
führung gebracht, daß nämlich ca. 1 g Ferrosulfat in etwa 5^ 
destilliertem Wasser aufgelöst und mit abwechselnd 4, 6—lQccin 
normaler Natronlauge gefällt. Eine grünbläuliche Fällung ent¬ 
stand. Der Mischung wurde Guajaktinktur hinzugesetzt und 
unmittelbar darauf normale H2SO„ bis die Fällung sich auflßstm 
Wie auch die Mischung ausgeführt wurde, stets blich eine 
Färbung der Guajaktinktur aus. Eisenhydroxydul verhielt sich 
somit in derselben Art und Weise wie Zinkoxyd und Zink¬ 
hydroxyd. 
Wie oben schon gesagt, bewirkten die Oxyde und Hy¬ 
drate von Ba, Mg und Ga bei Sättigung mit einer Säure 
Blaufärbung der Guajaktinktur. Die Salze BaGL, MgSO, und 
CaCl2 werden nun in derselben Weise behandelt wie das 
Ferrosulfat, um einen Vergleich anzustellen. Etwa 1 g wurde 
in Wasser aufgelöst. Hierzu wurden 5—10 ccm normales NaOU 
sowie Guajaktinktur gefügt. Bei Sättigung mit II2S04 entstand 
stets eine deutliche Blaufärbung. 
Interessant war eben das Verhalten von Chlorkobalt zur 
Guajaktinktur. 
Das Salz, das hierbei zur Anwendung kam, bestand aus 
großen tiefroten Krystallen und dürfte der Formel COCL — 
(111,0 entsprochen haben. Die wässerige Lösung hiervon blieb 
sogar bei Erhitzung unverändert, wenn Guajaktinktur hinzu¬ 
gesetzt wurde. Eine geringe Quantität des Salzes wurde in 
Wasser gelöst. Der schwach rosenroten Lösung wurden einige 
Kubikzentimeter normal NaOH hinzugesetzt. Eine lavendelblaue 
Fällung entstand, die mit Zusatz von einem oder anderem 
Kubikzentimeter Guajaktinktur eine grünblaue Färbung annakm. 
Wurde hierzu dann normale H2S04 zugesetzt, so entstand eine 
intensive Blaufärbung, die an Schärfe nur mit derjenigen ver¬ 
glichen werden konnte, die entstand, wenn Chlorwasser zu einer 
gleichen Menge Tinktur hinzugesetzt wurde.
        

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