Bauhaus-Universität Weimar

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W. Palladin. 
stollkiperoxyd tritt Rotfärbung ein. Als Beispiel dieser Art mögen 
gewöhnliche Lauchzwiebeln dienen. Die Pigmentbildung wird 
unter entstanden durch schwach alkalische Reaktion der Flüsk . 
keil befördert. 
'/■u den Atmungspigmenten sind auch verschiedene in den 
Pflanzen vorkommende Farbstoffe zu zählen. Verschieden. 
Farbstölle höherer Pilze») gehören zweifellos zu den Atmung*. 
.Pigmenten: eine derartige Vermutung wurde z. B. von Nadson 
ausgesprochen, der die Annahme für möglich hielt, daß eine 
enzymartige hiweilfsubstanz den molekularen Sauerstoff auf das 
Qiro mögen überträgt. 
Z" derselben Kategorie gehören auch die Flechtenfarb- 
stoll’e;*) es genügt, nur auf die so leicht stattfindende .Reduktion 
des Azolitmins hinzuweisen. Von den Samenpflanzen sind die 
sogenannten Indigopflanzen zu berücksichtigen.3) Von Palis 
alpina schreibt lireaudat4) wohl zutreffend: Celte plante 
contient une diastase hydratante (Indoxylase Beyerincksi et 
une oxydase. Kn présence de Peau la première dédouble l'indi. an 
en indigo blanc et indiglucine, la deuxième oxyde l'indigo blanc 
et le transforme en indigo bleu, à la faveur d'un alcali. » Meine 
mit Phajus maculala ausgefiihrten Versuche zeigten, daß die 
Knollen eine scharfe Oxydasenreaktion mit Gua.jakol und Wasser¬ 
stoffsuperoxyd liefern. Werden Schnitte aus Knollen mit Wasser* 
stoffsiiperoxyd behandelt, so erfolgt schnell ein Blauwerden der 
Schnitte. Fine derartige Behandlung der aus Wurzeln angc- 
Icrliglen Schnitte hatte kein Blauwerden zur Folge. Daß aber 
auch in \\ urzeln nach erfolgter Selbstverdauung unter sterilen 
Bedingungen und bei Luftzutritt Indigo gebildet wird, ist aus 
folgendem Versuche ersichtlich. Die Wurzeln wurden mit Chlor.,- 
*
    

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