Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Untersuchungen über die durch opsonische Reaktion hervorgerufenen Chemotropine
Person:
Centanni, E.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18682/31/
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E. Centanni. 
durch die Scheidewand s' diffundiert) und durch eine andere Sub¬ 
stanz neutralisiert wird, die von dem Opsonin verschieden ist 
Das Opsonin erscheint demnach als ein partielles Lysin, ein IS« - 
lysin, während die eigentlichen Bakteriolvsine auch ein Endolvsin 
enthalten sollten. 
Die phagocitäre Reizwirkung, welche das Chemotropin 
auf die Leukocvten ausübt, hängt mit der Absorption und mit 
dem Verbrauch desselben zusammen. Auf eine fortgesetzt»* 
Absorption folgt eine Hemmung durch eine Sättigung, welche 
die Leukocvten außerstand setzt, den opsonisierten Keimen 
gegenüber zu reagieren : dieselben nehmen jedoch, nach einiger 
Zeit der Ruhe, ihre frühere phagocytäre Tätigkeit wieder aut. 
Eine weitere Form der Hemmung wird bei den Leukocvten 
durch Desorientierung hervorgerufen, wenn nämlich das Chemo¬ 
tropin in der umgebenden Flüssigkeit stark konzentriert ist. 
wodurch die Differenz zwischen der Umgebung des Leukocyte 
und des Keims, auf der die chemotropische Wirkung beruht, 
verringert wird. 
Im Laufe der Untersuchung sind Tatsachen beobachtet 
worden, welche das Wesen der Resorption der Nahrungsstolle, 
wie auch der Aggressine, des cellulären Widerstandes der Leu- 
kocyten und der Bakterien, sowie der polyvalenten Schutz¬ 
impfung und die Entstehung der Immunkörper aufzuklären ge¬ 
eignet sein durften. 
Die Umwandlung einer an sich wenig oder gar nicht 
chemotropischen Substanz in ein aktives Chemotropin kann 
zur Erkennung sowohl von Antigen, bei Gegenwart von Anti¬ 
körpern, als von Antikörpern, in Gegenwart von Antigen, be¬ 
nutzt werden, und die Grundlage zu einem neuen der Komple- 
mentablenkung und der Präcipitinreaktion analoges Verfahren 
abgeben, welches zum Nachweis einer besonderen Kategorie 
von Immunitätsprodukten dienen kann.
        

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