Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Zur Frage nach der Wirkung der Alkalien auf das Eiweißferment des Magensaftes
Person:
Tichomirow, N. P.
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18681/17/
Über die Wirkung der Alkalien auf das Eiweißferment. 123 
Lösungen auf Grund gewisser Regeln, solche Portionen, wo 
diese relativen Fermentmengen, die auf Grund der beiden ver¬ 
schiedenen Funktionen des Ferments berechnet waren, zu- 
-ammenfallen. Andererseits stellten wir unter Zugrundelegung 
der Verdauungskraft dieser Portionen Lösungen her, die ihrem 
Fermentgehalt nach äquivalent waren, und diese zeigen eine 
gleiche milchkoagulierende Wirkung. 
Nach Angabe des Verfahrens für eine möglichst voll¬ 
kommene Wiederherstellung der Ferment Wirkung in einem der 
Wirkung von Alkali unterworfenen Safte müssen wir uns 
noch mit einer vergleichenden Analyse aller von uns ange¬ 
wendeten Handgriffe zur Wiederherstellung des Ferments be- 
H-häftigen. Wir stehen vor der Tatsache, daß der plötzliche 
Übergang aus der alkalischen Reaktion in die saure ohne 
Zwischenstadium zu einem Verschwinden der proteolytischen 
Wirkung des Ferments führt. Andererseits besitzen wir das 
Verfahren der größten Wiederherstellung der Fermentwirkung 
im alkalischen Safte in der Neutralisation von 4 5 der Alkal- 
eseenz, wobei es Bedingung ist, daß sich die Dauer der Über¬ 
gangsphase aus der alkalischen Reaktion in . die saure auf 
i- ö Stunden bei Zimmertemperatur erstrecken muß. Außer¬ 
dem aber hatten wir auch andere Fälle einer Wiederherstellung 
der Fermentwirkung. In allen diesen Fällen war die unum¬ 
gängliche Bedingung das Vorhandensein eines Zwischenstadiums 
zwischen dem alkalischen und sauren Zustande des Saftes. 
Iheses Zwischenstadium aber bestand in einer partiellen oder 
vollkommenen Neutralisation des Alkalis durch Säure in einem 
Umfange von 3/s—5lä der im Safte vorhanden gewesenen Al- 
kalescenz. Auf diese Weise mußten wir bei unseren Hand¬ 
griffen zur Wiederherstellung der Fermentwirkung im alkali¬ 
sierten Safte die Bedeutung dreier Übergangsstadien in Betracht 
ziehen: 1. die alkalische Periode, 2. die Zwischenphase, die 
in einer Beseitigung von 3/&—5/s der Alkaleseenz des Saftes 
bestand und 3. die saure Phase, die Phase der Fixierung des 
entwickelten Ferments durch die Ansäuerung. 
Die alkalische Periode beginnt von dem Augenblick der Hin¬ 
zufügung des Alkalis zu dem neutralisierten Magensaft. Eine sehr 
Iluppe-Seyler's Zeitschrift f. physiol. Chemie. LV. 9
        

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