Bauhaus-Universität Weimar

Über die Kohlehydrate der Hefe. 
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spezifischen Drehungsvermögens wurden etwa l°/0ige Lösungen 
verwandt: konzentriertere Lösungen waren zu stark gefärbt, 
um im längeren Rohr noch eine genaue Ablesung zu erlauben. 
I. 0,4554 g trockne und aschefreie Substanz wurde in 
Wasser zu 50 ccm gelöst. 
A. Im 10 cm-Rohr: 
Größte abgelesene Drehung -j- 0,57° 
Kleinste * > -f- 0,52° 
Mittel aus 10 Ablesungen -f- 0,54* 
Daraus berechnet sich aD = -j- 59,3° 
B. Im 20 cm-Rohr: 
Größte abgelesene Drehung ~j- 1,00° 
Kleinste. » » ^ 0,99° 
Mittel aus 10 Ablesungen 1,05° 
Daraus berechnet sich a() = ~\~ 57,6°' 
Als Mittelwert ergibt sich demnach an = j- 58,5° in neu¬ 
traler Lösung. 
Durch zwei weitere Bestimmungen suchten wir den Ein¬ 
fluß von Säuren oder Basen auf das Drehungsvermögen fest¬ 
zustellen. 
II. 0,5160 g trockene und aschefreie Substanz wurde mit 
5 ccm Natronlauge versetzt und. auf 50 ccm aufgefüllt. Im 
lOecm-Rohr ergab sich als 
Größte abgelesene Drehung -f- 0.65° 
Kleinste * » -0,54° 
Mittel aus 10 Ablesungen -j- 0,60° 
Daraus berechnet sich aD ^ -j- 58.1° 
Der Zusatz von Alkali hat also keinen Einfluß auf das 
Oiehungsvermögen, es kann daher die Substanz durch das Alkali 
keine wesentliche Änderung erfahren haben. Auch längeres 
Kochen der alkalischen Lösung vor der Bestimmung änderte nichts. 
III. 0,4554 g trockene und aschefreie Substanz wurde in 
W asser zu 50 ccm gelöst. 40 ccm dieser Lösung wurden mit 
öeem verdünnter Salzsäure versetzt. Im 20 çm-Rohr wurde 
gefunden als : 
Größte abgclesene Drehung -f- 0,92" 
Kleinste » * -f- 0.84° 
Mittel aus 10 Ablesungen -I- 0,87® 
Daraus ergibt sich aD = -j- 53,7°
        

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