Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch der psychopathologischen Untersuchungs-Methoden
Person:
Sommer, Robert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18676/53/
Cerebraler Einfluss auf Reflexe. 
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während die zweite Senkung bei beiden Curven das Phänomen des 
geradlinigen Ueberganges zeigt. Ich halte deshalb das Phänomen mit 
grosser Wahrscheinlichkeit für ein physiologisches, beziehungs¬ 
weise pathologisches. Seiner physikalischen Art nach ist es eine 
Interferenzerscheinung bei dem Uebergang von einer Bewegung zur 
entgegengesetzten. Es ist möglich, dass hier ein für die 
Muskelphysiologie des Menschen generell wichtiges Moment 
in die Erscheinung getreten ist. 
Sehr auffallend ist, dass dieses Phänomen bei dem betreffenden 
Kranken, der identisch ist mit dem oben (pag. 34) beschriebenen 
Hysteriker, gleichzeitig mit der allerdings geringen Besserung des 
Leidens fast verschwunden ist, was aus dem Vergleich der Curven, 
sowie der Aufnahmezeiten ersichtlich ist. 
K. R., 11. V. 1896. Rechtes Bein. Aequ. 700. 4- 60°. 
Fig. 22. 
K. R., 18. V. 1896. Linkes Bein. Aequ. 750. 4 60°. 
Fig. 23. 
K. R., 5. VI. 1896. Rechtes Bein. Aequ. 700. 4 60°. 
Fig. 24. 
Noch deutlicher ausgeprägt ist dieses Phänomen bei dem schon 
mehrfach erwähnten Epileptischen.
        

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