Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch der psychopathologischen Untersuchungs-Methoden
Person:
Sommer, Robert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18676/353/
Associationen. 
345 
Reizworte für Associationsversuche III. 
XIX. 
5. Hailoh! 
3. Klugheit. 
1. Krankheit. 
6. Au ! 
4. Absicht. 
2. Unglück. 
XXII. 
5. Erkenntniss. 
3. Verbrechen. 
1. Zorn. 
6. Dummheit. 
4. Noth. 
2. Liehe. 
XXV. 
5. Verfolgung. 
6. Elend, 
XX. / 
3. Hass. 
1. Bewusstsein. 
4. Licht. 
2. Schlaf. 
5. Furcht. 
3. Traum. 
1. Glück. 
6. Schrecken. 
4. Erinnerung. 
2. Belohnung. 
XXIII. 
5. Gedächtniss. 
3. Wohlthat. 
1. Trieb. 
6. Denken. 
4. Gesundheit. 
2. Wille. 
XXVI. 
5. Friede. 
3. Befehl. 
1. Gesetz. 
6>' Freude. 
4. Wunsch. 
2. Ordnung. 
XXI. 
5. Thätigkeit, 
3. Sitte. 
1. Ach! 
6. Entschluss. 
4. Recht. 
27 Oh 
XXIV. 
5. Gericht. 
3. Pfui! 
1. Verstand. 
6. Staat. 
/ 
4. Ha! 
2. Einsicht. 
Diese Reizworte wurden nun nicht blos in Gestalt von Unter¬ 
suchungsbögen zur Untersuchung von Geisteskranken verwendet, 
sondern auch für das Studium der Associationen geistig Gesunder 
mit genauer Zeitmessung im psychophysischen Laboratorium brauch¬ 
bar gemacht. 
Dies geschah derart, dass die einzelnen Worte mit deutlicher 
Bezeichnung der Gruppe auf kleine Karten geschrieben, beziehungs¬ 
weise gedruckt wurden, welche mit dem pag. 163 erwähnten Apparat 
zur Auslösung optischer Reize (von Dr. Alber) der Reihenfolge 
nach sichtbar gemacht werden konnten. 
Die genauere Anordnung des Experimentes ist pag. 164 be¬ 
schrieben. 
Neben den geistig Gesunden konnten auch Nervenkranke aus der 
Poliklinik und ruhige Geisteskranke, speciell Reconvalescenten im 
psychophysischen Laboratorium der Klinik unter genauer Zeit¬ 
messung mit den gleichen Reizen untersucht werden, welche 
unter Verzicht auf die genaue Anordnung des psychophysischen 
Experimentes in den Krankenabtheilungen angewendet wurden.1) 
Dadurch ist ein fester Zusammenhang zwischen psychophysi¬ 
scher Untersuchung und klinischer Beobachtung, der sonst sehr 
leicht verloren geht, hergestellt. Psychophysisches Experiment 
und klinische Beobachtung ergänzen sich gegenseitig. 
Wir Wbllen nun untersuchen, wie weit man durch die Re- 
actionen auf diese Reizworte einen Einblick in den Ablauf und 
den Bestand von Vorstellungen eines Menschen erhält und 
werden zeigen, dass man daraus Schlüsse auf das Vorhandensein 
*) Dem psychophysischen Laboratorium entspricht in den Krankenabtheilungen 
je ein klinisches Untersuchungszimmer, welches ich in Giessen fur solche 
Zwecke mit möglichster Sorgfalt eingerichtet habe.
        

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