Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lehrbuch der psychopathologischen Untersuchungs-Methoden
Person:
Sommer, Robert
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/image/lit18676/123/
Analyse der directen Ausdrucksbewegungen. 
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III. Am Schädel eine auffallende Menge von Narben: 
1. links: a) eine, circa lÿg Cm. lange in der Schläfengegend („vom 
Fallen“); b) zwei kleine in der Ohrlinie; c) eine kleine linsengrosse 
oberhalb der Protuberant, occipital, externa; d) eine grössere, circa 
Zwanzigpfennigstück grosse unterhalb derselben (Furunkel). 2. rechts : 
a) vier grössere und kleinere am mittleren vorderen Theil des Stirn¬ 
beins gelegene; b) eine kleinere, am hinteren Theil des Stirnbeins 
gelegene; c) eine circa 5 Cm. lange auf der Wölbung des Parietalbeins 
(angeblich bei einer Kirchweih durch Schlag von einer Schiffsschaukel 
erworben); d) eine kleinere erbsengrosse am Hinterhauptbein. — Die 
Herkunft der meisten dieser Narben ist völlig unbekannt. 
IV. Kniephänomene sehr stark, schleudernd. Zittern beider Hände. 
Lähmung des linken Levator veli palatini (Heber des weichen Gaumens), 
bei vielfachen Untersuchungen in übereinstimmender Weise festgestellt. 
Lässt man W. bei geöffnetem Mund a sagen, so hebt sich nur die 
rechte Seite des Gaumensegels. W. zeigt also einige sehr auffallende 
Innervationsstörungen, wie sie bei mit Neurosen behafteten Indivi¬ 
duen häufig Vorkommen (speciell bei Hysterie oder Epilepsie). 
Von diesen Erscheinungen wurden die einer Messung zugänglichen 
mit Hilfe von Apparaten fixirt. In der Beilage 1 (Fig. 59) ist das Knie- 
Fig. 59. 
phänomen des W. bei Aequilibrirung des Unterschenkels dargestellt. Es 
zeigt sich durchgehend ein sehr hoher und steiler Ausschlag, ent¬ 
sprechend der obigen Charakteristik (sehr stark, schleudernd), ln der Bei¬ 
lage 2 (Fig. 60) ist das Zittern der Hände sichtbar gemacht mit gesonderter 
Darstellung der Ausschläge in den drei Dimensionen derart, dass der Druck 
durch die untere Linie, die seitliche Schwankung durch die mittlere, der 
Stoss nach vorn durch die obere Linie ausgedrückt ist. Es zeigt sich ein 
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